Haus für Musik und Literatur entsteht

Umbau am Palais Bellevue hat begonnen: Stadt investiert 3,7 Millionen Euro

Millionenschwere Investitionen: Das Remise genannte Nebengebäude des Palais Bellevue soll aufwendig umgebaut werden. Dort sollen in einem Veranstaltungsraum 100 Gäste Platz finden.
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Millionenschwere Investitionen: Das Remise genannte Nebengebäude des Palais Bellevue soll aufwendig umgebaut werden. Dort sollen in einem Veranstaltungsraum 100 Gäste Platz finden.

Das Palais Bellevue an der Schönen Aussicht wird für 3,7 Millionen Euro zu einem Haus für Musik und Literatur umgebaut.

Dort sollen 2022 neben dem Spohr-Museum das Literaturhaus Nordhessen sowie die Stiftung Brückner-Kühner einziehen. In das als Remise bezeichnete Nebengebäude wird ein Veranstaltungssaal mit Bühne integriert. 

Nun haben die ersten Bauarbeiten begonnen. „Das Palais Bellevue wird ein Ort für Musik und Literatur. Damit bekommt Kassel erstmals auch einen zentralen Ort für Literatur“, sagte Kulturdezernentin Susanne Völker. 

Die Flächen im Haupthaus – das bis 2014 Grimm-Museum war – sollen zum Großteil vom Spohr-Museum bezogen werden, das sich bisher im Südflügel des Hauptbahnhofes befindet. Neben dem Kasseler Komponisten Louis Spohr (1784-1859) werde sich das Museum auch der weiteren Kasseler Musikgeschichte widmen.

Haus für Musik und Literatur

In der Remise sollen künftig Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Diskussionen stattfinden. Kooperationen mit der Musikakademie und dem Staatstheater sind geplant. Für den Umbau der Remise wird der Großteil der millionenschweren Investition benötigt. Das Land gibt 670 000 Euro dazu.

„Das Mauerwerk der Remise ist in einem schlechten Zustand“, sagt Axel Jäger, Leiter des Hochbauamtes. Geplant sei, die Zwischendecke im Nebengebäude herauszureißen. So solle ein sieben Meter hoher Veranstaltungsraum für bis zu 100 Gäste entstehen. 

Weil die Statik des Gebäudes unzureichend sei, werde es von innen ein Stahlkorsett erhalten. Akustische Elemente sollen dafür sorgen, dass im Saal sowohl Kammerkonzerte wie Lesungen möglich sind. Auch werden ein Foyer mit Theke und Toiletten entstehen.

Intensive Umbauarbeiten in Planung

Die Haupteingänge zum Palais Bellevue und der Remise werden künftig beide an der Schönen Aussicht liegen. Der Zugang über den Garten soll weitestgehend stillgelegt werden. So soll er künftig für Veranstaltungen besser nutzbar sein. 

Auch wird die zugemauerte Tordurchfahrt der Remise wieder geöffnet. Sie wird verglast, sodass es künftig möglich sein wird, vom Inneren in den Garten zu schauen. Ein Brunnen, der sich im Garten an der Tordurchfahrt befunden hatte, wurde bereits abgebaut. Er wird saniert und an anderer Stelle im Garten wieder aufgebaut.

Zudem wird die Remise in Richtung Frankfurter Straße verlängert. In dem Anbau finden der Backstage-Bereich der Bühne und eine Trafostation der KVG Platz. Diese steht bislang auf dem Parkplatz vor dem Hölkeschen Haus und muss erneuert werden. 

Durch die Verlagerung auf die andere Straßenseite entstehe auf dem Parkplatz am Hölkeschen Haus ein attraktiver Bauplatz, so Stadtbaurat Christof Nolda.

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