Ranking des Energieversorgers Eon vergleicht klimapolitische Anstrengungen

Kassel ist Deutschlands zweitgrünste Region

Eine der größten Solaranlagen in Kassel: Auf dem Dach des KVG-Betriebshofes Wilhelmshöhe fand kürzlich die Installation statt.
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Eine der größten Solaranlagen in Kassel: Auf dem Dach des KVG-Betriebshofes Wilhelmshöhe fand kürzlich die Installation statt.

Stadt und Landkreis Kassel sind Vorreiter beim Klimaschutz. Das zeigt ein deutschlandweiter Vergleich des Energieversorgers Eon.

Kassel - Für das Eon-Ranking „Grüne Energiemeister“ wurden Kennzahlen zu Ökostromanlagen, grünen Patenten, Ökostromnutzung und E-Auto-Ladestationen verglichen. Besonders bei den Patenten für Erfindungen im Bereich erneuerbare Energien kann die Stadt Kassel punkten.

Kassel landet in der Analyse hessenweit auf Platz eins unter den 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Auf Bundesebene reicht es immerhin für Platz zwei. Auf Platz eins in Deutschland liegt Fürth. Auch der Kreis Kassel schneidet im Ranking gut ab. In Hessen landet er auf Platz zwei, im Bund auf Platz 38.

Besonders viele Punkte sammeln Stadt und Kreis Kassel in der Kategorie grüne Patente: Keine Stadt und kein Landkreis ist hier besser aufgestellt als die Stadt Kassel (61 Patente pro 100 000 Einwohner).

Auch der Landkreis Kassel liegt mit Platz drei hier sehr weit vorne (45 Patente pro 100 000 Einwohner).

In der Stadt Kassel wurden bisher Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 63 000 Kilowatt (kW) installiert. Das sind 590 kW pro Quadratkilometer. Ein Großteil des Ökostroms kommt aus Sonnenenergie. Im Kreis liegt die installierte Leistung bei 461 000 kW, aber auf die Fläche betrachtet (356 kW pro Quadratkilometer) sind es weniger.

Im Kreis sind vor allem Windräder, dicht gefolgt von Solaranlagen die maßgeblichen Erzeuger. Die erzeugte Menge Ökostrom reicht in der Stadt für etwa 38 400 Drei-Personen-Haushalte und im Kreis für 260 000 Drei-Personen-Haushalte.

Bei der Ökostromnutzung liegt der Landkreis (38,3 Prozent) leicht vor der Stadt Kassel (31,2 Prozent).

Bei der Zahl der zugelassenen Elektroautos sind Stadt und Kreis weit entfernt von der Spitzengruppe. In Kassel sind es 656, im Kreis 984. Wegen der vielen Leasingfahrzeuge ist hier Wolfsburg mit fast 10 000 E-Autos führend, gefolgt von Berlin, München, Hamburg und Stuttgart.

Die Abdeckung mit E-Ladestationen ist in Kassel (29 pro 100 Quadratkilometer) und im Kreis (5,8 pro 100 Quadratkilometer) sehr unterschiedlich. Der Landkreis liegt unter dem Bundesschnitt. München, Stuttgart und Regensburg haben die Nase vorn. In München gibt es auf die Fläche gesehen fast sechs Mal so viele E-Ladesäulen wie in der Stadt Kassel. Im reinen Vergleich der Städte schneidet Kassel in der Kategorie auch eher schlecht ab.

Die Kasseler CDW-Stiftung hält die Datenanalyse von Eon für transparent. Vor allem dort, wo auf die Daten der statistischen Ämter zugegriffen worden sei, sei das Ranking aussagekräftig, so Thomas Flügge, Geschäftsführer der CDW-Stiftung.

Oberbürgermeister Christian Geselle freut sich über die Ergebnisse: „Klimaschutz und Energiewende als zentrale Herausforderungen unserer Zeit sind eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie gelingen nur zusammen. Und dafür brauchen wir kluge Köpfe, innovative Ideen und zukunftsweisende Impulse. Ich bin dankbar, dass wir in Kassel da sehr gut aufgestellt sind.“

Auch Vize-Landrat Andreas Siebert ist zufrieden: „Der Landkreis Kassel ist seit vielen Jahren sehr aktiv im Bereich Klimaschutz und erneuerbare Energien. Dabei profitieren wir auch von vielen klugen Köpfen in zukunftsorientierten und innovativen Unternehmen in der Region. Das hervorragende Abschneiden in der Eon-Studie sehe ich als Bestätigung des von uns eingeschlagenen Weges und Ansporn diesen konsequent zu verfolgen.“ (Bastian Ludwig)

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