Grund: Zinszahlungen und Abschreibungen

Trotz eines gestiegenen Umsatzes: K+S rutscht zeitweise ins Minus

Kassel. Der Kasseler Kali- und Salzproduzent K+S hat im zweiten Quartal dieses Jahres trotz eines um sechs Prozent auf 1,98 Milliarden Euro gestiegenen Umsatzes unterm Strich ein Minus erlitten.

Es betrug 9,4 Millionen Euro. Grund sind hohe Zinszahlungen und Abschreibungen auf das neue Kalibergwerk Bethune in Kanada, das zudem mit Qualitätsproblemen kämpft.

Im ersten Halbjahr verdiente der einzige MDax-Konzern aus der Region zwar 74,2 Mio. Euro. Das ist allerdings gut ein Drittel weniger als im Vorjahr. Grund ist neben den Problemen in Kanada die Personalnot im Werra-Revier. Dadurch kann das Unternehmen die hohe Nachfrage insbesondere nach Magnesium-Spezialitäten, wie sie weltweit nur an der Werra vorkommen, nicht ganz befriedigen.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Vorstandschef Dr. Burkhard Lohr ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 660 bis 740 (2017: 577) Mio. Euro. Daraus soll ein Reingewinn von 110 bis 165 (145) Mio. Euro resultieren. Das entspräche in etwa dem Niveau der vergangenen beiden Jahre, wäre aber nur ein Bruchteil dessen, was K+S zwischen 2010 und 2015 eingefahren hat. Die Anleger reagierten prompt. Die Aktie verlor in der Spitze fast 5,7 Prozent. 

Rubriklistenbild: © dpa-avis/Uwe Zucchi/Archiv

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