2019 wurden 2784 Fahrzeuge kontrolliert

Mehr Kontrollen an Karneval: Nicht am Steuer zum Narren machen

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Alkoholkontrolle: Zwischen der Altweiberfastnacht und Aschermittwoch wird die Polizei auch in Nordhessen wieder verstärkt Autofahrer anhalten. 

Die nordhessische Polizei kündigt für die Karnevalszeit viele Verkehrskontrollen an. Darauf sollten Autofahrer während der närrischen Zeit besonders achten.

  • Mehr Verkehrskontrollen in der Karnevalszeit
  • 2019 wurden 2784 Fahrzeuge kontrolliert - 47 Fahrer waren alkoholisiert oder berauscht
  • Bereits bei 0,3 Promille kann der Führerschein eingezogen werden

Kassel - Mit der Altweiberfastnacht am Donnerstag, 19. Februar, beginnt die Hochphase der Karnevalszeit. Viele Narren werden feiern, sich aber hoffentlich nicht zum Narren machen, indem sie sich unter Alkoholeinfluss nach der Faschingsparty ans Steuer setzen. Wie in jedem Jahr weist die Polizei in diesem Zusammenhang auf die Gefahren hin und kündigt an, verstärkt Verkehrskontrollen zu machen, um betrunkene und berauschte Fahrer aus dem Verkehr zu ziehen.

Die Polizei in Kassel gibt die Empfehlung, sich bereits vor dem Besuch des Karnevals Gedanken über die Heimfahrt zu machen und dementsprechend Taxis sowie öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder sich von einem nüchternen Fahrer mitnehmen zu lassen, teilt Polizeisprecherin Ulrike Schaake mit. Zudem sollte am Steuer eines Fahrzeugs die Wahl des Kostüms gut überlegt sein, denn neben freiem Gehör und freier Sicht darf die Erkennbarkeit des Gesichts nicht beeinträchtigt sein, ansonsten droht ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro.

Kassel: Kontrollen an Fasching - 2019 wurden 47 Autofahrer erwischt

Im vergangenen Jahr überprüften Beamte der nordhessischen Polizeireviere und -stationen während der Karnevalszeit insgesamt 2784 Fahrzeuge und ihre Fahrer auf ihre Fahrtüchtigkeit, wobei sich die Vielzahl der Kontrollierten vernünftig verhielt und ohne Alkohol oder Drogen am Steuer unterwegs war. Allerdings wurden auch 47 alkoholisierte oder berauschte Fahrer erwischt, deren Fahrt mit der Verkehrskontrolle endete und eine Anzeige zu Folge hatte. 15 von ihnen mussten ihren Führerschein vorläufig oder ganz abgeben.

Die Notwendigkeit der Kontrollen zeige sich auch in den Unfallzahlen, so Schaake: Im Jahr 2018 verursachten 391 alkoholisierte Fahrer und 37 berauschte Fahrzeugführer einen Unfall. Die Unfallzahlen für das Jahr 2019 liegen noch nicht abschließend vor, dennoch lasse sich bereits ein leichter Anstieg der unter Alkohol- und Drogeneinfluss verursachten Unfälle erkennen.

Kassel: Polizei kontrolliert in Karnevalszeit - Bußgelder und Strafen

Bereits bei 0,3 Promille kann der Führerschein eingezogen werden, wenn Anzeichen für eine Fahruntauglichkeit vorliegen oder man an einem Unfall beteiligt ist. Ab 0,5 Promille ist der Führerschein auch ganz ohne Ausfallerscheinungen für mindestens einen Monat weg, ab 1,1 Promille droht der richterliche Führerscheinentzug für mehrere Monate. Zudem müssen betrunkene Fahrer mit empfindlichen Bußgeldern und Geldstrafen rechnen. Für Fahranfänger unter 21 Jahren oder Führerscheinneulinge, die sich in der Probezeit befinden, gilt ohnehin die gesetzliche 0,0 Promille Grenze.

Nach einer durchgefeierten Nacht sollten Autofahrer zudem berücksichtigen, dass auch am nächsten Morgen noch Restalkohol im Körper vorhanden sein kann.

Video: Verkehrskontrolle: Was darf die Polizei verlangen?

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Auch in den vergangenen Jahren wies die Polizei Nordhessen auf vermehrte Kontrollen an Karneval hin. In Kassel wurde auch kontrolliert.

Eine kuriose Polizeikontrolle ereignete sich am Freitag (21.02.2020) auf der A7 am Kirchheimer Dreieck in Osthessen: Die Polizei hält einen VW-Bus an, der zuvor wegen Schlangenlinien aufgefallen war - die Reaktion des Fahrers ist ungewöhnlich.

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