Ortsbeirat hält an Forderung fest

Keine feste Tempomessung: Stadt Kassel spricht sich gegen Displays an Schütz-Allee aus

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Die Heinrich-Schütz-Allee ist stark befahren und teilweise abschüssig. Viele Autofahrer sind hier laut Ortsbeirat zu schnell unterwegs.

Fest installierte Geschwindkeitsanzeigetafeln wird es an der Heinrich-Schütz-Allee in Kassel nicht geben.

Süsterfeld/Helleböhn – Das hat die Stadt auf Antrag des Ortsbeirat Süsterfeld/Helleböhn mitgeteilt. Die Anlagen helfen auf Dauer nicht, so das Amt. Im Laufe der Zeit setze ein Gewöhnungseffekt bei den Autofahrern ein, zudem fielen Kosten für die Wartung an. 

Stattdessen schlägt die Stadt temporäre Anzeigedisplays vor. Eine Abfuhr, die Ortsbeiratsmitglied Björn Alex (SPD) nicht hinnehmen will. „Die Heinrich-Schütz-Allee ist stark befahren und viele Autofahrer sind zudem zu schnell. Dass dort so oft geblitzt wird, zeigt doch auch, dass wir recht haben mit unserer Wahrnehmung“, sagte Alex bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats.

1247 Autos in vier Stunden in nur eine Richtung gezählt

Eine amtliche Messung des Verkehrsaufkommens im November hat ergeben, wie stark die Straße tatsächlich befahren wird: Es wurden 1247 Autos in vier Stunden in einer Richtung gezählt. Deshalb fordert der Ortsbeirat weiterhin eine dauerhafte Einrichtung von Geschwindkeitsanzeigetafeln an der Heinrich-Schütz-Allee. 

Diskussion über mögliche Verkehrsberuhigung gefordert

Falls die Stadt weiter Bedenken hierzu hat, lädt der Ortsbeirat einen Vertreter des Straßenverkehrsamtes zu einer der kommenden Sitzungen ein, um gemeinsam über eine Möglichkeit der Verkehrsberuhigung an der Heinrich-Schütz-Allee zu diskutieren. Zu dem Antrag, die Markierung des Radwegs entlang der Heinrich-Schütz-Allee zu erneuern, hat sich die Stadt bislang nicht geäußert.

Noch keine Rückmeldung der Stadt gab es zu den geplanten Änderungen in der Leuschnerstraße

Ebenso noch keine Rückmeldung gab es vonseiten der Stadt zu den geplanten Änderungen an der Leuschnerstraße. Im Zuge der Bebauung des Magazinhofs hatte der Ortsbeirat im Juni seine Wünsche zur Neuordnung des Verkehrs bei einer gemeinsamen Begehung mit Straßenverkehrsamtsleiter Dr. Georg Förster vorgetragen. 

Der Entwurf eines städtebaulichen Vertrags, der auch die verkehrliche Erschließung des neuen Quartiers umfasst, sollte bis zum Ende des Jahres dem Ortsbeirat vorgelegt werden. Bisher hat der Ortsbeirat noch nichts weiter gehört. „Da müssen wir dran bleiben, damit wir nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden“, sagte Ortsbeiratsmitglied Wolfgang Schwieder (SPD). 

Von Mareike Ruge

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