Keine Infos zur Todesursache

Kasseler Kommunalpolitiker Jacques Bassock (CDU) starb mit 51 Jahren 

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Jacques Bassock starb mit 51 Jahren. 

Der Kasseler Kommunalpolitiker Dr. Jacques Bassock ist tot. Der CDU-Stadtverordnete starb unerwartet im Alter von 51 Jahren. 

Über die Todesursache und das genaue Datum gibt es bislang keine Informationen. Überraschend ist jetzt der Kasseler Stadtverordnete Dr. Jacques Bassock gestorben. Der CDU-Politiker aus dem afrikanischen Kamerun starb im Alter von 51 Jahren. Nähere Umstände – auch das genaue Todesdatum – sind nicht bekannt.

Bassock wurde am 12. März 1968 in der Kameruner Hauptstadt Jaunde geboren. Er war verheiratet und Vater von insgesamt drei Kindern.

Beim CDU-Parteitag vor acht Jahren hatte Jacques Bassock für eine große Überraschung gesorgt, als der in Nordhessen noch wenig bekannte Pädagoge mit 41 Stimmen zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden der CDU gewählt worden war. Später, im April 2016, wurde der Gymnasiallehrer auch in die Kasseler Stadtverordnetenversammlung gewählt.

Französischlehrer an zwei Kasseler schulen

Nach Kassel war der Pädagoge durch einen Lehrauftrag im Sprachzentrum der Universität Kassel gekommen. Zuvor hatte er als Dozent an der Uni in Libreville in Gabun gearbeitet. Bis 2011 arbeitete Bassock als Französischlehrer an der Albert-Schweitzer-Schule sowie an der Luisenschule. Bis 2008 war er zudem Koordinator der Internationalen Winteruniversität der Uni Kassel. Zuletzt war er auch für die Volkshochschule Region Kassel als Dozent für die Sprachen Französisch und Deutsch im Einsatz. 

Mit Kollegen hatte er eine Gesellschaft für Schulentwicklung und -administration gegründet. Ein Schwerpunkt war die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund. Bassock, der mit seiner Familie in Wahlershausen lebte, war seit 2010 CDU-Mitglied im Stadtbezirksverband Bad Wilhelmshöhe. In der Stadtverordnetenversammlung war er Mitglied im Ausschuss für Kultur, im Jugendhilfeausschuss sowie Mitglied im Behindertenbeirat.

Christliche Werte waren ihm wichtig

„Christliche Werte bedeuten mir sehr viel“, hatte der humorvolle und freundlich auftretende evangelische Christ vor ein paar Jahren im HNA-Porträt gesagt. Er war längere Zeit Mitglied im Kirchenvorstand der Neuen Brüderkirche im Wesertor. „Das C im Namen der Partei war ihm sehr wichtig“, bestätigt auch sein Parteifreund aus der Stavo, Marcus Leitschuh: „Wir haben über christliche Werte und Parteipolitik viele Gespräche geführt.“

Fraktionsvorsitzender Dr. Michael von Rüden bezeichnet den Tod Bassocks als „schweren Verlust für die CDU-Fraktion“. „Er hatte einen besonderen Blick auf die Situation der afrikanischen Flüchtlinge, für die er sich – geprägt durch sein christliches Menschenbild – in besonderem Maße einsetzte. Er wird uns sehr fehlen“, so von Rüden.

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