Beratung über Bewerbung für 2025

Kassel als Kulturhauptstadt: Bis Herbst 2016 wird geprüft

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Luftbild von der Grimmwelt am Weinberg

Kassel. Kassel will Kulturhauptstadt werden: Doch wie geht die Stadt  damit um, dass eine erneute Bewerbung von ganz anderen Voraussetzungen auszugehen hat als die erste Bewerbung?

Diese Frage beschäftigte den Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag. Einstimmig wurde zwar beschlossen, dass die Verwaltung bis Herbst 2016 prüfen soll, welche Chancen und Risiken mit einer zweiten Kulturhauptstadt-Bewerbung verbunden sind. Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Marcus Leitschuh (CDU) verwiesen darauf, dass sich die Bewerbungsgrundlagen wesentlich geändert hätten. Nachhaltige Kulturpolitik im europäischen Kontext und der Beitrag der Stadt zu einer europäischen Identität stünden nun im Mittelpunkt.

Marcus Leitschuh

„,Kassel gewinnt‘ 2.0 wird nicht reichen“, sagte Leitschuh. Vor allem die Kulturschaffenden in Kassel, die im Bewerbungsprozess eine entscheidende Rolle spielten, müssten sich auf die veränderten Bedingungen einlassen.

Während Helga Weber (Grüne) auch bei einer erneuten Bewerbung im Weg das Ziel sah, betonte Hilgen, man solle sich nur dann bewerben, wenn man auch gewinnen wolle. Skepsis äußerte Frank Oberbrunner (FDP), da Kassel aus einer „Verliererposition“ an den Start gehen würde. Die Entscheidung über eine mögliche Bewerbung trifft die im April zu wählende neue Stadtverordnetenversammlung.

Der Bundewettbewerb „Jugend musiziert“ wird vom 13. bis 20 Mai in Kassel stattfinden. Die Stadt Kassel unterstützt den Deutschen Musikrat als Ausrichter des Wettbewerbs mit 175.000 Euro. Dem Vorhaben hat der Kulturausschuss einstimmig zugestimmt. Dem Bundeswettbewerb vorgeschaltet sind die Regional- und Landeswettbewerbe von „Jugend musiziert“.

Die Stadt Kassel plant keinen neuen Standort für die Musikakademie. Das sagte Hilgen auf eine Anfrage der CDU-Fraktion. Stattdessen sollten am Standort Karlsplatz Mängel abgestellt und der Mietvertrag über 2017 hinaus verlängert werden.

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