Städtische Werke kümmern sich um Betrieb

"Möge der Laser leuchten": Der Laser hat einen neuen Besitzer

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Der grüne Laser strahlt vom Zwehrenturm bis zum Herkules. 

Die Städtischen Werke werden sich in Zukunft um den Betrieb des Lasers kümmern. Die offizielle Übergabe des Lichtkunstwerks Laserscape fand im Zwehrenturm statt.

 „Ich habe den Eindruck, der Laser hat viele Väter und Mütter“, sagte Dr. Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke, am Freitagnachmittag im ehemaligen Observatoriumsraum des Zwehrenturms am Museum Fridericianum. 

Die Städtischen Werke übernehmen den Laser

Dort hat die Laser-Installation des im Mai dieses Jahres verstorbenen Künstlers Horst H. Baumann seit der documenta 6 im Jahr 1977 ihre Heimat.

Und an diesem Ort hat das documenta-Forum, das sich in den vergangenen zwölf Jahren um den Laserscape gekümmert hat, gestern das Lichtkunstwerk ganz offiziell den Städtischen Werken übergeben. 

Das Energieunternehmen wird sich künftig um den Betrieb des Lasers kümmern. „Das passt hervorragend“, so Maxelon. „Weil wir uns mit Licht und Energie bestens auskennen.“

Offizielle Übergabe des Lichtkunstwerks Laserscape im Zwehrenturm: (von links) Dr. Sabine Schormann, documenta-Generaldirektorin, Jörg Sperling, Vorsitzender documenta-Forum, Oberbürgermeister Christian Geselle und Dr. Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke. 

Documenta-Forum gibt Laser ab

„Als Verein können wir das auf Dauer nicht schultern“, begründetet Jörg Sperling, Vorsitzender des documenta-Forums, den Rückzug. Im Schnitt habe der Laser den Verein pro Jahr 3000 Euro gekostet, so Schatzmeister Horst Schween. 

Sperling erinnerte daran, wie der Verein im Jahr 2007 die Aktion „Mein LaserMeter“ ins Leben rief. Besonders dem Engagement der Forums-Mitglieder Prof. Hans Brinckmann, Dr. Harald Kimpel und Helmut Plate sei es zu verdanken, dass mit dieser Aktion das beliebte documenta-Kunstwerk gerettet werden konnte.

Damals konnte man einen Meter des 7325 Meter langen Lasers, der vom Zwehrenturm bis zum Herkules strahlt, für zehn Euro kaufen. Mit weiteren Spenden von Unternehmen kamen 200 000 Euro zusammen. 

Seitdem kann das Kunstwerk mit moderner Lasertechnik betrieben werden, für die der gesamte Strombedarf durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Fridericianums gedeckt wird. 

Aktuell sind zwei grüne Laser im Einsatz, die mit einer elektrischen Leistung von 500 Watt für 15 Watt Lichtleistung lediglich ein Prozent des ursprünglich notwendigen Stroms verbrauchten.

Schatzmeister Schween erzählte, wie Künstler Baumann noch im August 2018 nach Kassel kam, um im Kulturamt die Rechte für den Laser an die Stadt zu übertragen. Jetzt seien die Rechte dort, wo sie hingehören, so Schween. 

Neuer Besitzer für Laser in Kassel

Baumann habe aber noch einen weiteren Wunsch gehabt: Er hoffte, dass neben dem grünen auch eines Tages wieder der rote Laser leuchten wird, wie damals bei der d 6. Das documenta-Forum werde sich weiter dafür einsetzen, dass dieser Wunsch Baumanns noch erfüllt wird, so Schween.

Das wäre auch ganz im Sinne von Oberbürgermeister Christian Geselle, der erklärte, dass der Laser eins seiner Lieblingskunstwerke ist. 

Er verbinde damit nicht nur Kunst, sondern auch Kindheitserinnerungen an die Star-Wars-Filme. Und bei Star Wars geht schließlich nichts ohne grüne und rote Laser (Luke Skywalker hat das grüne und Darth Vader das rote Laserschwert). Angelehnt an das Zitat von Jedi-Meister Yoda sagte Geselle: „Möge der Laser leuchten.“

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