Als Verkehrszeichen eigentlich illegal – Gleichstellungssymbol?

In Kassel leuchtet erste hessische Ampelfrau

Diese „Ampelfrau“ leuchtet in Kirchditmold. Foto: Malmus

Kassel. Erstmals in Hessen leuchten in Kassel auf Fußgängerampeln „Ampelfrauen“ mit Zöpfen und Rock. Die sind im Zuge des Umbaus der Kreuzungen Teichstraße / Loßbergstraße und Zentgrafenstraße /Loßbergstraße im Juni dort aufgestellt worden. Gestern wurden sie öffentlich vorgestellt.

In den „Richtlinien für Lichtsignalanlagen“ sind die verwendeten Symbole aber nicht verzeichnet. Das heißt: Genau genommen sind sie illegal. „Es sind nur Verkehrszeichen zulässig, die in der Straßenverkehrsordnung abgedruckt sind“, sagt Udo Göbel, Sachbearbeiter Verkehr im Regierungspräsidium Kassel. Ampelfrauen seien nicht dabei. „Aus verkehrstechnischer Sicht hat das Symbol keine Nachteile“, sagt Heiko Lehmkuhl vom Straßen- und Verkehrsamt der Stadt. Die Verwendung der Symbole an den beiden Kreuzungen sei ein Einzelfall. Man sei damit einem Wunsch nachgekommen. Den hatte die Grünen-Stadtverordnete Kerstin Linne. Ihr waren die Ampelfrauen in Bremen und Dresden aufgefallen. „Überall im öffentlichen Raum sind Frauen unterrepräsentiert“, sagt sie. Das weibliche Ampel-Symbol sei ein „leuchtendes Zeichen für die Geschlechtergleichstellung“. Damit könnte es aber bald vorbei sein. „Sollten unzulässige Verkehrszeichen verwendet werden, müssten wir dagegen vorgehen“, sagt Göbel. Allerdings könne eine Ausnahmegenehmigung von der Stadt beantragt werden. Das ist bisher nicht passiert. Zum Tage, NÄCHSTE Seite

Von Mirko Konrad

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