Die Raubkatzen sind in nordhessischen Wäldern nachgewiesen worden

Luchse in der Fotofalle

Kassel. Es gibt in den nordhessischen Wäldern wieder Luchse. Das ist das Ergebnis einer Luchs-Pirsch mit der Fotofalle, die im vergangenen Jahr gemeinsam vom Arbeitskreis Hessenluchs und dem Hessen-Forst in Söhre, Kaufunger Wald und Riedforst (Schwalm-Eder-Kreis) gemacht worden ist.

Am Dienstag wurden die Ergebnisse in Kassel präsentiert. Laut Gerd Bauer, Koordinator des Arbeitskreises Hessenluchs, lösten freilebende Luchse im Vorjahr in zehn Fällen an fünf verschiedenen Standorten die automatischen Bilder aus und erzeugten 47 einzelne Fotos.

Luchse in der Fotofalle

Die schlechte Nachricht sei allerdings, dass man nicht wisse, wie viele verschiedene Luchse in Nordhessen leben. Das liege auch daran, dass die nordhessischen Luchse kaum gefleckt und daher anhand ihrer individuellen Merkmale schlecht zu erkennen seien, sagte Bauer in Kassel. Die Luchs-Experten sind sich aber sicher, dass mindestens vier Luchse im Bereich der Forstämter Melsungen und Hessisch Lichtenau durch die Wälder streifen. Eindeutig identifiziert seien anhand der Fotos zwei verschiedene Luchse worden. Es gebe Fotobelege von einem Weibchen mit mindestens zwei Jungtieren und mindestens einem erwachsenen männlichen Luchs.

Berichten zufolge gab es seit 1833 keine Luchse mehr in Hessen. Der letzte seiner Art soll damals im Odenwald erschossen worden sein. (use)

Mehr lesen Sie in der Mittwochausgabe der HNA.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.