Mordfall Walter Lübcke in Kassel

Nach Mordfall Walter Lübcke: Bundesweite Durchsuchungen im Zusammenhang mit Hasskommentaren

Kassel: Nach Mordfall Walter Lübcke - Bundesweite Durchsuchungen im Zusammenhang mit Hasskommentaren
+
Kassel: Nach Mordfall Walter Lübcke - Bundesweite Durchsuchungen im Zusammenhang mit Hasskommentaren

Nach dem Mordfall Walter Lübcke aus Kassel wurden jetzt bundesweite Durchsuchungen im Zusammenhang mit Hasskommentaren gemacht. Auch in der Region gab es Ermittlungen.

  • Generalstaatsanwaltschaft veranlasst Durchsuchungen in Deutschland im Zusammenhang mit Hasskommentaren zum getöteten Regierungspräsidenten Walter Lübcke aus Kassel.
  • Die Ermittlungen richten sich auch gegen Personen aus Kassel
  • Über 40 Personen stehen im Verdacht.

Kassel - Die Generalstaatsanwaltschaft - Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) - Frankfurt am Main führt nach Angaben des Hessischen Landeskriminalamt Durchsuchungen in ganz Deutschland im Zusammenhang mit Hasskommentaren zum Nachteil des getöteten Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke aus Kassel

Gemeinsam mit dem Landeskriminalamt in Hessen, sowie Generalstaatsanwaltschaften und Staatsanwaltschaften elf weiterer Bundesländer hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Donnerstag, 04.06.2020, in zwölf Bundesländern Durchsuchungen und Vernehmungen durchgeführt. 

Kassel: Hasskommentare gegen Walter Lübcke 

Diese richteten sich gegen insgesamt 40 Personen, die im Verdacht stehen, in verschiedenen sozialen Netzwerken strafrechtlich relevante Hasskommentare gegen den am 02.06.2019 getöteten Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke aus Kassel geäußert zu haben. Die Ermittlungen dauern bereits seit Mitte September 2019 an. 

Die Durchsuchungen und Vernehmungen teilen sich wie folgt auf: 

  • Baden-Württemberg: 2
  • Bayern: 7
  • Berlin: 2
  • Bremen: 1
  • Hamburg: 1
  • Hessen: 6
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1
  • Niedersachsen: 4
  • Nordrhein-Westfalen: 7
  • Rheinland-Pfalz: 2
  • Sachsen: 6
  • Sachsen-Anhalt: 1

Kassel: Sechs Personen in Hessen wegen Hasskommentaren gegen Lübcke beschuldigt 

In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Kommentare gesichert und Ermittlungen zu den Verursachern eingeleitet. Dabei sind in Hessen fünf Männer und eine Frau im Alter von 25 bis 62 Jahren aus verschiedenen Landkreisen (Werra-Meißner-Kreis, Kassel, Landkreis Gießen, Marburg, Darmstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg) wegen Hasskommentaren gegen Lübcke beschuldigt.

Gegen die sechs Beschuldigten, darunter auch in Kassel, besteht der Verdacht der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten, Billigung von Straftaten sowie des Verunglimpfens des Andenkens Verstorbener.

Kassel: So soll sich der Mord an Walter Lübcke abgespielt haben

Im Juni 2019 wurde der Kasseler Regierungspräsident auf seiner Terrasse erschossen. Zum ersten Mal jährt sich der Todestag des ehemaligen Regierungspräsidenten Walter Lübcke aus Kassel. Umfangreiche Ermittlungen ermöglichen nun eine genaue Rekonstruktion der Tat. 

Stephan Ernst soll Lübcke schon Jahre vor dem Mord beobachtet haben. Nach Informationen unserer Zeitung soll der Prozess gegen Ernst bereits Mitte Juni vor dem Oberlandesgericht Frankfurt beginnen.

Von Karolin Schaefer

Im Mordfall Lübcke in Kassel* hat der Generalbundesanwalt Anklage gegen den Hauptverdächtigen Stephan E. erhoben - auch für eine weitere Tat. 

Vor einem Jahr wurde der Regierungspräsident von Kassel, Walter Lübcke, erschossen. Der anstehende Prozess wird aufgrund der Corona-Krise* unter besonderen Bedingungen abgehalten.

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.