Polizei gibt Tipps bei Internetbetrug

Mann bestellt Handy übers Internet - im Paket ist eine leere Flasche

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Ein 18-Jähriger aus Kassel bestellte ein Handy übers Internet. Im gelieferten Paket fand er allerdings eine leere Flasche. Die Polizei ermittelt.

Ein 18-Jähriger aus Kassel bestellte ein Handy übers Internet. Im gelieferten Paket fand er allerdings eine leere Flasche. Die Polizei ermittelt.

Statt eines Handys war nur eine leere Flasche im Paket. Ein 18-Jähriger aus Kassel ist kürzlich von einem bislang unbekannten Betrüger reingelegt worden, bei dem er über eine Internetplattform ein Mobiltelefon kaufen wollte. Der Kauf erfolgte nach Angaben von Polizeisprecherin Ulrike Schaake über „Ebay Kleinanzeigen“.

Kassel: 290 Euro für eine Glasflasche

Den vereinbarten Kaufpreis von 290 Euro überwies der 18-Jährige auf das angegebene Konto des vermeintlichen Verkäufers. Nachdem anstelle des Handys die leere Glasflasche eintraf, entschloss sich das Opfer, zur Polizei zu gehen, um Anzeige zu erstatten.

Dies sei leider kein Einzelfall, so Schaake. Im Jahr 2017 wurden im Polizeipräsidium Nordhessen insgesamt 2656 Fälle von Warenbetrug und Warenkreditbetrug bekannt, im vergangenen Jahr waren es 2428 Fälle. Die Aufklärungsquote sei in diesen Fällen relativ hoch: 2018 konnten in 74,6 Prozent der Fälle Tatverdächtige ermittelt werden.

Häufig handele es sich um Betrugsmaschen, bei denen über Internetplattformen wie Kleinanzeigenportalen Waren gekauft und nach Überweisung des Geldes nicht geliefert werden. Oftmals würden die vermeintlichen Verkäufer auch angeben, sie hätten ein Paket aufgegeben oder sie reagieren gar nicht mehr auf Kontaktversuche der Betrogenen.

So kann man sich vor Betrügern schützen

  • Vorsicht bei besonders günstigen Schnäppchen. Niemand hat Geld zu verschenken. Möglicherweise soll ein Lockangebot Sie veranlassen, sensible Daten zu übermitteln oder direkt Geld zu überweisen.
  • Informieren Sie sich über den Verkäufer. Bewertungsprofile können hierbei hilfreich sein. Seien Sie wachsam, wenn der Verkäufer bereits mehrere negative Bewertungen erhalten hat oder das Profil erst kürzlich erstellt wurde.
  • Leisten Sie keine Zahlungen per Vorkasse oder mit Kreditkarte bei Ihnen unbekannten Anbietern. Bevorzugen Sie Plattformen, die Ihnen abgesicherte Zahlungssysteme mit Käuferschutz zur Verfügung stellen oder bestellen Sie per Rechnung. Nutzen sie keinesfalls einen Bargeld- Transferservice.
  • Entscheiden Sie sich für einen sicheren Versand. Bei diesem können Sie im Falle des Abhandenkommens der Ware eine Entschädigung geltend machen. Bei Käufen von privaten Anbietern liegt das Versandrisiko immer bei dem Käufer.
  • Schalten Sie die Polizei ein, wenn Sie vermuten, Opfer einer Straftat geworden zu sein. Speichern Sie den relevanten digitalen Schriftverkehr ab und fertigen Sie Screenshots von der jeweiligen Seite im Internet.
  • Machen Sie, sofern dies möglich ist, geleistete Zahlungen rückgängig. 

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