Kassel: Bei Flucht vor Polizei in Fulda gesprungen - Mann noch immer nicht gefunden

Kassel. Auch am Sonntag gibt es nichts Neues von dem Unbekannten, der in der Nacht zu Samstag auf der Flucht vor der Polizei bei Kassel vermutlich in die Fulda gesprungen ist. Die Suche nach ihm blieb bislang erfolglos. Da der Fluss wegen des Hochwassers eine starke Strömung hat, dürfte der Mann nach Einschätzung der Polizei einen Sprung in den Fluss kaum überlebt haben.

Bis Sonntagvormittag fehlte von ihm jede Spur. „Die Chance, schwimmend das andere Ufer zu erreichen, ist gleich Null“, sagte ein Sprecher am Samstag.

Dem Sprung in die Fulda vorausgegangen war eine Verfolgungsjagd mit einer Polizeistreife durch Kassel Richtung Fuldatal, teilweise mit über 140 Km/h. Nachdem der Flüchtende wenig später mit seinem Auto in einem Graben landete, sprang er in die Fulda. Dann startete eine große Suchaktion von Polizei und Feuerwehr. Alles begann am Samstag und 0.40 Uhr:

Kassel: Bei Flucht vor Polizei in die Fulda gesprungen - Unbekannter vermutlich tot

Einer Polizeistreife fiel im Kasseler Stadtteil Wesertor ein schwarzes Auto mit Erfurter Kennzeichen auf. Und dessen Fahrer fiel anscheinend die Streife auf. Er ergriff die Flucht, warum, ist derzeit unklar. Der Unbekannte raste teilweise mit über 140 Kilometern pro Stunde über die Fuldatalstraße stadtauswärts und weiter auf der Landesstraße 3235 entlang der Fulda Richtung Fuldatal.

Auf dieser Strecke verloren die Polizisten den Flüchtenden wegen der hohen Geschwindigkeit aus den Augen. Kurz vor der Einmündung auf die Bundesstraße 3 geriet der Unbekannte mit seinem Wagen ins Schleudern und landete im Straßengraben. Der Mann stieg aus dem Auto und lief Richtung Fulda, die derzeit Hochwasser führt.

Zwar entdeckten die Polizisten kurz darauf das Auto im Graben, wegen der Dunkelheit aber sahen sie den Unbekannten nicht mehr. Wenig später allerdings hörten sie aus Richtung der Flussmitte Hilferufe. So geht die Polizei davon aus, dass der Mann versucht hatte, die Fulda zu überqueren, dabei aber von der Strömung mitgerissen wurde.

Die Polizisten riefen Verstärkung: Mehrere Polizeistreifen und 75 Feuerwehrleute aus Fuldatal und Kassel suchten wenig später nach dem Mann. Unter den Einsatzkräften war auch der Wasserrettungszug der Kasseler Berufsfeuerwehr mit drei Booten. Außerdem wurde die Aktion durch einen Polizeihubschrauber unterstützt, aus dem heraus die Helfer den Fluss und das Ufer mit einer Wärmebildkamera absuchten.

Gegen 3 Uhr wurde die Suche ergebnislos abgebrochen.

Zu dem Flüchtigen kann die Polizei lediglich sagen, dass es sich vermutlich um einen Mann handelt. Eine weitere Personenbeschreibung ist nicht möglich. Die Ermittlungen ergaben zudem, dass der eingetragene Halter des schwarzen Autos den Wagen zwischenzeitlich verkauft hatte, er war allerdings noch nicht umgemeldet worden. Die Ermittlungen zum letzten Eigentümer dauern an.

Hinweise an die Polizei in Kassel unter Telefon 0561-9100. (abg)

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Rubriklistenbild: © Pia Malmus

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