Tatverdächtiger setzte sich bei Festnahme massiv zur Wehr

Brennpunkt Stern: Mann niedergestochen und schwer verletzt - 20-Jähriger in Untersuchungshaft

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Messerstecherei am Stern in Kassel: Ein 21-Jähriger wurde mit Stichen im Oberkörper schwer verletzt

Ein Streit zwischen zwei jungen Männern endete am Mittwochabend in der Nordstadt blutig. Ein 21-Jähriger aus Hofgeismar wurde niedergestochen. Der Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft.

Update vom 11.10.2019, 11.15 Uhr - Am Donnerstag wurde der Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt. Aufgrund von Flucht-und Wiederholungsgefahr sowie des dringenden Tatverdachtes der gefährlichen Körperverletzung ordnete der Haftrichter nach Auskunft der Polizei Untersuchungshaft an. Der Tatverdächtige befindet sich nun in der Justizvollzugsanstalt. 

Nach Informationen der zuständigen Ermittler waren das Opfer und der mutmaßliche Täter miteinander bekannt und bereits zuvor mehrfach in Streit geraten. 

Zudem wurde ein 21-jähriger Zeuge aus Kassel, der dem flüchtenden Täter (20) zunächst gefolgt war, von diesem mit Pfefferspray besprüht.

Nach Angaben von Polizeisprecherin Ulrike Schaake teilten mehrere Passanten, die sich in der Unteren Königsstraße aufhielten, gegen 19.45 Uhr der Polizei mit, dass es im Bereich des Sterns zu einer Auseinandersetzung gekommen sei.

Nach Alarmierung: Polizisten fanden das Opfer

Die Polizisten fanden kurze Zeit später das schwer verletzte Opfer, während von dem Täter jede Spur fehlte. Die Zeugen sagten aus, dass das Opfer mit einem jungen Mann gestritten habe. Plötzlich habe dieser seinen Kontrahenten mit einem Messer angegriffen und sei danach geflüchtet.

21-Jähriger schwer aber nicht lebensgefährlich verletzt

Den 21-Jährigen brachte ein Rettungswagen zu Behandlung der erlittenen Stichverletzungen im Bereich des Oberkörpers in ein Krankenhaus. Nach derzeitigem Stand besteht bei dem jungen Mann keine Lebensgefahr. Die Hintergründe des Streits zwischen den beiden Männern seien noch unklar, so Schaake.

Tatverdächtiger setzte sich bei Festnahme massiv zur Wehr

Nach den ersten Ermittlungen habe sich ein Tatverdacht gegen einen 20-jährigen irakischen Staatsangehörigen, der derzeit in Fuldatal wohnt, ergeben. Der Mann mit Flüchtlingsstatus konnte dann später am Abend nahe seiner Wohnanschrift festgenommen werden. Dabei habe sich der Mann massiv zur Wehr und nach den Polizisten geschlagen. 

Tatverdächtigter hatte Drogen in Besitz

Zudem sei bei ihm knapp ein Dutzend Gramm Marihuana gefunden worden. Da die Drogen in kleine Plastiktüten abgepackt waren, bestehe der Verdacht, dass er den Stoff verkaufen wollte. Die Betäubungsmittel stellten die Polizisten sicher.

Der 20-Jährige befindet sich derzeit im Polizeigewahrsam. Die weiteren Ermittlungen, bei denen auch geprüft wird, ob der Iraker in Untersuchungshaft muss, dauern an. 

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