Kommunales Investitionsprogramm

32,5 Millionen Euro: Marode Kasseler Schulen werden saniert 

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Altbau wird weichen: Das rechte Schulgebäude der Ernst-Leinius-Schule in Harleshausen wird für einen Neubau abgerissen. Auch die Mensa soll erweitert werden.

Kassel. Kaputte Fenster, marode Dächer, veraltete Ausstattung: Der bauliche Zustand vieler Kasseler Schulen ist erschreckend. Da redet auch Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) nicht lange drumherum.

Er beziffert den Sanierungsstau der Schulen zwischen 100 und 200 Mio. Euro. Aus dem städtischen Haushalt lasse sich diese Aufgabe nicht bewältigen. Dank 32,5 Mio. Euro, die die Stadt nun über das Kommunale Investitionsprogramm (KIP II) erhält, profitieren nun zumindest zehn Kasseler Schulen von Neubau- und Sanierungsarbeiten.

Bei der Auswahl der Projekte seien zwei Schwerpunkte gebildet worden, erläuterte Schuldezernentin Anne Janz (Grüne). Zum einen habe der Ausbau von Grundschulen zu inklusiven ganztägig arbeitenden Schulen Priorität. Zum anderen gebe es bei der Sanierung von Fachräumen in beruflichen Schulen und Schulen der Sekundarstufe 1 großen Bedarf. Beide Schwerpunkte passten zu den Vorgaben des KIP II.

Bis 2022 muss das Geld, das zum Großteil der Bund zur Verfügung stellt – 7,8 Mio. Euro steuert die Stadt bei – ausgegeben sein. Das heißt, bis dahin müssen auch die Bauarbeiten abgeschlossen sein. „Ein straffer Zeitplan“, sagt Nolda. Um diesen einhalten zu können, sei bereits mit den Planungen begonnen worden. Dabei müssen nun zunächst noch die Stadtverordneten im September über die Investitionen abstimmen.

Folgende Schulen sollen von dem Geld profitieren:

Valentin Traudt-Schule in Rothenditmold erhält 8,15 Mio. Euro: Es werden zwei neue Gebäude für eine Mensa und zusätzliche Räume für die Ganztagsbetreuung gebaut. Die Holzbauprovisorien sollen anschließend verschwinden. Weiteres Geld gibt es für die Sanierung und Ergänzung der Fachräume (Physik/Chemie).

Ernst-Leinius-Schule in Harleshausen erhält 7,2 Mio. Euro: Das baufällige Gebäude auf dem Areal wird abgerissen. Ein Neubau entsteht für die Ganztagsbetreuung. Zudem wird die Mensa erweitert.

Wilhelm-Rückert-Schule in Wehlheiden erhält 1,4 Mio. Euro: Die Förderschule wird zusätzlich Grundschule für bis zu 200 Schüler. Ausbau zum Ganztagsstandort.

Schule Jungfernkopf erhält 2,9 Mio. Euro: Einfeldturnhalle wird errichtet. Bisheriger Gymnastikraum wird zur Mensa umgebaut. Kreis wird sich mit 1,2 Mio. Euro beteiligen, da Kinder aus Vellmar-West die Schule besuchen.

Schule Unterneustadt I erhält 1,4 Mio. Euro: Ausbau des Dachgeschosses für zusätzliche Räume und Ganztagsangebot. Umbau der ehemaligen Werkstatt der „Elwe“ (früherer benachbarter Gefängnisbau). Dort sollen Mensa und Gymnastikraum Platz finden.

Auefeldschule in der Südstadt erhält 4,5 Mio. Euro: Neubauten für zusätzliche Räume (Ganztagsbetreuung) und eine Mensa.

Heinrich-Schütz-Schule im Vorderen Westen: Fachräume für Arbeitslehre und Holzwerkstatt werden saniert. Kosten nicht aufgeschlüsselt.

Friedrich-List-Schule Kirchditmold: Physik-, Chemie- und Bioräume werden erneuert. Kosten nicht aufgeschlüsselt.

Georg-Büchner-Schule: Neue Toiletten (76.500 Euro).

Jean-Paul-Schule: Dachsanierung (58.700 Euro).

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