Höhere Kosten für Mensa-Essen in Kassel

Fürs Essen mehr blechen: Studierendenwerk erhöht die Preise

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Pommes sind teurer geworden: Allein in der Zentralmensa gehen 600 Kilo täglich über die Theke – wie hier bei Mitarbeiterin Irina Guk.

Die Mensen der Kasseler Uni erhöhen die Essenspreise. Im hessenweiten Vergleich schneiden sie weiter gut ab. 

  • Die Mensen der Kasseler Uni erhöhen ihre Preise.
  • Grund sind gestiegene Kosten für Lebensmittel und Personal. 
  • Die Kasseler Mensen sind hessenweit am preiswertesten.

Die Mensen der Universität sind für viele Kasseler die mittägliche Anlaufstelle: 1,2 Millionen Essen werden dort jährlich verzehrt. Zu Jahresbeginn hat das Studierendenwerk Kassel die Preise erhöht.

Hintergrund seien die gestiegenen Kosten für den Lebensmitteleinkauf und das Personal, erläutert Hildegard Siefers, Leiterin der Hochschulgastronomie. Dennoch seien die Kasseler Mensen hessenweit weiterhin am preiswertesten.

Die Aufschläge für Gäste und Mitarbeiter in der Mensa sind unverändert

Für die meistverkauften „Essen 1“ und „Essen 2“, die subventioniert werden, beträgt der Aufschlag jeweils 20 Cent. So kostet das „Essen 1“ je nach Lebensmitteleinsatz für Studenten ab sofort zwischen 2,10 und 2,40 Euro. Für das „Essen 2“ sind für Immatrikulierte zwischen 2,50 und 2,80 Euro fällig. Für die anderen Gerichte wurde das starre Preisgefüge aufgehoben, aber auch sie sind nun etwas teurer. Die Aufschläge für Gäste (2,50 Euro) und Mitarbeiter (1,40 Euro) sind unverändert.

Siefers von der Hochschulgastronomie erläutert, dass man wegen der um 25 Prozent gestiegenen Einkaufspreise zu dem Schritt gezwungen gewesen sei. So sei etwa Fleisch zuletzt um zwölf Prozent teurer geworden. Hintergrund sei der große Fleischhunger in China. „Wir kaufen unser Fleisch zwar nur in der Region, aber die Preise schlagen bis hierhin durch“, sagt Siefers. 

In der Zentralmensa werden täglich 600 Kilogramm Pommes gegessen

Wegen der Dürre im vergangenen Jahr seien auch Kartoffeln teurer. Über zwei Jahre liege die Steigerung bei 16 Prozent. Weil allein in der Zentralmensa täglich 600 Kilogramm Pommes gegessen werden, habe das starken Einfluss auf die Preise.

Hinzu kommt, dass die 150 Mitarbeiter der Mensen aufgrund von Tarifsteigerungen mehr Geld bekommen. „Beschwerden hat es bislang nicht über die Preissteigerungen gegeben“, sagt Siefers. Ab 1. Februar können Studenten und Gäste aber auch sparen: wenn sie zum Bezahlen ihrer Gerichte die Campuscard beziehungsweise die Gästecard nutzen.

Der Anteil der Mensa-Barzahler soll reduziert werden

Wer 30 Mal isst und mit der Karte zahlt, die er zuvor an einem der Terminals in den Mensen aufladen muss, bekommt fünf Euro auf der Karte gutgeschrieben. „Damit wollen wir den Anteil der Barzahler, der aktuell bei etwa 75 Prozent liegt, reduzieren“, sagt Brigitte Schwarz, Sprecherin des Studierendenwerks. 

Die Verwaltung der Bargeldbestände sei aufwendig und sorge für längere Wartezeiten an den Kassen. Kartenzahler können Expresskassen nutzen, die an allen großen Mensastandorten eingerichtet werden.

Gäste können eine Gästekarte für fünf Euro an einem der Automaten in den Mensen erwerben – wobei zwei Euro davon bereits als Guthaben gelten. Von den jährlich 1,2 Millionen verkauften Essen entfallen 280 000 auf Gäste und Mitarbeiter.

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Von Bastian Ludwig

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