Prozess am Landgericht Kassel

Kassel: Mord auf offener Straße -  Zeugin bestreitet Affäre mit Opfer

Kassel: Mord auf offener Straße -  Neue Erkenntnisse zum Tathergang
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Auf der Anklagebank: Der 27-jährige Maurice K. hat zum Auftakt im Prozess um den Mord auf offener Straße am Landgericht kassel eingeräumt, den 21-jährigen Shpetim Aloci in Kassel-Niederzwehren erschossen zu haben. 

Der Prozess um den Mord an Shpetim Aloci auf offener Straße in Kassel läuft. Zeugin bestreitet Affäre mit Opfer.

  • Prozess um Mord auf offener Straße am Landgericht in Kassel
  • Maurice K. soll Mann getötet haben 
  • Er gestand die Tötung vor Gericht 

Update vom Donnerstag, 28.05.2020, 12 Uhr: Kurz bevor er in der Nacht zum 1. August 2019 mehrere Schüsse auf den 21-jährigen Shpetim Aloci auf der Knorrstraße in Kassel abgefeuert habe, habe dieser ihn auf den Hinterkopf geschlagen, wodurch er eine Beule erlitten habe.

Das hat der 27-jährige Maurice K., der sich wegen des Verdachts des Mordes vor der zehnten Strafkammer des Kasseler Landgerichts verantworten muss, zumindest zum Prozessauftakt durch seinen Verteidiger Mustafa Üstün erklären lassen.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Angeklagter weis keine Verletzungen auf

Auch am vierten Verhandlungstag ging es noch einmal um diese Beule. Ein Rechtsmediziner, der die Untersuchung des Angeklagten nach dessen Festnahme dokumentierte, hatte bereits am Montag ausgesagt, dass er sich an eine Beule nicht erinnern könne. Deshalb war gestern auch noch sein Kollege geladen worden, der Maurice K. am späten Nachmittag des 01.08.2019 im Polizeipräsidium Kassel untersucht hatte.

Und auch dieser Rechtsmediziner sagte aus, dass Maurice K. keinerlei Verletzungen aufgewiesen habe. Eine Rötung, die er am Hinterkopf hatte, könne keine Folge eines Schlags sein. Wenn er in der Nacht des Mordes einen Schlag abbekommen hätte, so wäre am nächsten Nachmittag ein Hämatom, aber keine Rötung zu erwarten gewesen.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Zeuge widersprach dem Angeklagten

Maurice K. hatte durch seinen Verteidiger nicht nur erklären lassen, dass Shpetim Aloci ihn vor der Tat geschlagen habe, sondern dieser habe ihn Tage zuvor auch beleidigt, sexuelle Anspielungen gemacht sowie ihn und seine Familie bedroht. Ein 24-jähriger Zeuge, der bei dem Mord in Kassel dabei war und den Angeklagten und das Opfer wenige Tage zuvor bekannt gemacht hatte, hatte diesen Behauptungen bei seiner ersten Vernehmung vor Gericht widersprochen. Shpetim habe Maurice K. nur aus Spaß als „Pisser“ und „Wichser“ bezeichnet.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Angeklagen nicht zur Tat animiert 

Am 27.05.2020 wurde der junge Mann erneut vernommen. Auch da bestritt er, dass er Maurice K. zu den Schüssen animiert und ihn an den rechten Arm gefasst habe, bevor er den ersten Schuss abgegeben habe. Er habe über fünf Meter entfernt von dem Angeklagten gestanden, als dieser auf seinen Freund Shpetim geschossen habe. Gestern erfuhr der Zeuge auch, dass auf dem T-Shirt, das er in der Nacht getragen hatte, Schmauchspuren gefunden worden sind. Allerdings nur kleine Partikel, wie der Vorsitzende Richter Robert Winter ausführte.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Zeuge rief Verlobte an

Der 24-jährige Zeuge erzählte erneut, dass er nach der Tat zunächst die Polizei und dann seine Verlobte angerufen habe, um diese über den Mord zu informieren. Die 21-jährige Altenpflegehelferin erklärte im Zeugenstand, dass sie sofort zum Tatort geeilt sei. Sie sei aufgewühlt und traurig gewesen und habe geweint. Anschließend sei sie zur Familie von Shpetim gefahren, um ihr die Nachricht von dessen Tod zu überbringen.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Viele Gerüchten kuriserten in Kassel

In Niederzwehren (einem Stadtteil von Kassel) hatten nach dem Mord viele Gerüchte kursiert, unter anderem, dass Shpetim Aloci eine Affäre mit der Verlobten seines Freundes gehabt habe. Diese Gerüchte wies die 21-Jährige gestern vehement zurück. „Er war wie mein Bruder.“ Sie sagte auch aus, dass Maurice K., der sich am Tattag bei ihr und ihrem Verlobten aufgehalten hatte, gedroht hatte, Shpetim zu erschießen, weil dieser ihn beleidigt habe. „Ich habe die Äußerung nicht ernst genommen.“

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Opfer habe "immer alles" auf Freunde geschoben 

Der Mord an Shpetim habe ihren Verlobten sehr mitgenommen. Shpetims Freundin und Familie hätten ihn dafür verantwortlich gemacht, so die 21-Jährige. Dass die Angehörigen so ein schlechtes Bild von ihrem Verlobten hätten, liege daran, dass Shpetim „immer alles“ auf seinen Freund geschoben habe. Zum Beispiel wenn es um Besuche in der Spielothek ging.

Der Prozess wird am Freitag, 5. Juni, fortgesetzt.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Sechs Schüsse töteten das Opfer

Update vom Dienstag, 25.05.2020, 11.20 Uhr: Der 21-jährige Shpetim Aloci aus Kassel wurde in der Nacht zum 1. August 2019 mit mindestens sechs Schüssen auf der Knorrstraße in Niederzwehren getötet. Sechs Schussverletzungen seien bei der Obduktion des jungen Mannes in der linken Brust, am Rücken und am Gesäß festgestellt worden, sagte ein Rechtsmediziner vor der zehnten Strafkammer des Kasseler Landgerichts aus. Zudem habe das Opfer eine Durchschussverletzung an der linken Hand erlitten. Es könne aber sein, dass das Projektil, das seine Hand durchschossen habe, anschließend noch in den Körper eingetreten ist.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Opfer zuerst an der Brust getroffen

Der Sachverständige führte aus, dass er die Schüsse dahingehend interpretiert habe, dass Shpetim Aloci zuerst in der linken Brust getroffen worden sei, dann nach vorne stürzte und anschließend die weiteren Schüsse auf Rücken und Gesäß abgegeben wurden. Die Schüsse, die aus einer Entfernung von einem halben Meter oder mehr abgegeben worden seien, hätten vielfache Verletzungen der Brustorgane verursacht. Diese hätten zum Tod durch Verbluten geführt.

Shpetim Aloci sei bei seinem Tod nicht alkoholisiert gewesen. Man habe nur eine sehr geringe Menge THC in seinem Körper nachgewiesen. Es könne sein, dass er einen Tag vor seinem Tod einen Joint geraucht habe, so der Sachverständige.

Die Untersuchungen bei dem 27-jährigen Maurice K. aus Kassel, der sich wegen des Verdachts des Mordes auf der Anklagebank verantworten muss, hätten ergeben, dass er ebenfalls Cannabis konsumiert habe. Es sei durchaus möglich, dass der Konsum zeitnah zu der Tat stattgefunden habe. Außerdem seien in seinem Körper Amphetamine in einer geringen Dosis nachgewiesen worden.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Zeuge verwickelt sich in Widersprüche

Der 27-jährige Angeklagte, der bereits am ersten Verhandlungstag eingeräumt hatte, auf Shpetim Aloci geschossen zu haben, hatte auch ausgesagt, dass er vor der Tat Spice, eine Droge aus synthetischen Cannabinoiden, geraucht habe. Spice sei bei der Analyse nicht festgestellt worden, so der Sachverständige. 

Das könne aber auch daran liegen, dass viele Substanzen in dieser synthetischen Droge noch nicht bekannt seien und man deshalb nicht danach gesucht habe. Der Rechtsmediziner führte auch aus, dass Spice stärker als Cannabis wirke und Wahnvorstellungen auslösen könne.

Ein Blutalkoholtest, der bei dem Angeklagten sechs Stunden nach der Tat gemacht wurde, sei negativ ausgefallen, so der Sachverständige. Man könne aber nicht ausschließen, dass er während der Tat gering alkoholisiert gewesen sei.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Täter zog Waffe aus Hosenbund

Maurice K. hat in seiner Einlassung behauptet, dass Shpetim Aloci ihm gedroht habe, ihn umzubringen. Deshalb habe er in der Tatnacht aus der Knorrstraße verschwinden wollen. Der 21-Jährige sei ihm aber gefolgt und habe ihn auf den Hinterkopf geschlagen, wodurch er eine Beule erlitten habe. Daraufhin habe er sich umgedreht, seine Waffe aus dem Hosenbund gezogen und die Schüsse abgegeben.

An eine Beule am Kopf von Maurice K. bei der rechtsmedizinischen Untersuchung könne er sich nicht erinnern, so der Sachverständige. Es wurde allerdings dokumentiert, dass Maurice K. eine Hautrötung am Hinterkopf hatte. Solch eine Rötung könne die Folge eines Schlags sein, aber auch durch Kratzen entstehen, so der Rechtsmediziner.

Der Prozess wird am Mittwoch, 27. Mai, fortgesetzt.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Zeuge sagt aus

Update vom Samstag, 16.05.2020, 21.48 Uhr: „Ich war unter Schock. Mein bester Freund war gerade erschossen worden.“ Mit diesen Worten erklärte ein 24-jähriger Zeuge gestern Nachmittag vor dem Kasseler Landgericht seine mitunter wirren Angaben, die er in den frühen Morgenstunden des 1. August 2019 beim Notruf der Polizei gemacht hatte.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Zeuge verwickelt sich in Widersprüche

Auch der Prozesstag war für den jungen arbeitssuchenden Mann, der mittlerweile in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) lebt, weil er sich in Kassel „nicht mehr sicher fühlt“, sicherlich nicht leicht. Von 9.30 bis 15 Uhr wurde er vor der zehnten Strafkammer mit drei Unterbrechungen wegen des gewaltsamen Todes seines besten Freundes, den 21-jährigen Shpetim Aloci, vernommen. Dabei verwickelte sich der Zeuge zum Teil in Widersprüche und litt unter Erinnerungslücken.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Tat unter Drogeneinfluss

Auf der Anklagebank muss sich der 27-jährige Maurice K. aus Kassel, offenbar ein Drogen-Kumpel des 24-jährigen Zeugen, wegen des Verdachts des Mordes verantworten. Dass er den 21-jährigen Shpetim Aloci auf der Knorrstraße erschossen hat, hatte der Angeklagte zum Prozessauftakt am Montag gestanden. Aloci habe ihn zuvor beleidigt, provoziert und selbst bedroht, hatte Maurice K. ausgesagt. Zudem habe er damals unter Drogeneinfluss gestanden und sich verfolgt gefühlt.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Täter und Opfer kannten sich erst kurz

Fest steht, dass der 24-jährige Zeuge das spätere Opfer und den Angeklagten etwa eine Woche vor der Tat bekannt gemacht hatte. Damals habe man zusammen abhängen wollen, gemeinsam einen Joint geraucht. 

Der Zeuge berichtete auch von einem Spaziergang zum Langen Feld, bei dem Maurice K. eine Waffe dabei gehabt habe. Er selbst habe mit der Waffe aber nichts zu tun haben wollen, sie nur ganz kurz angefasst. Sein Freund Shpetim habe die Pistole in die Hand genommen und sich dabei verletzt.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Zeuge widerspricht der Aussage von Maurice K.

Es würde aber nicht stimmen, dass Shpetim Maurice K. daraufhin aufgefordert habe, das Blut von seiner Hand zu lecken, so der Zeuge. Shpetim habe auch nicht über Sex gesprochen und sich über Maurice K. lustig gemacht. 

Das hatte der Angeklagte am Montag ausgesagt. Shpetim habe nur „kleine Beleidigungen“ wie „Pisser“ und „Wichser“ gegenüber Maurice K. geäußert. „Man muss unterscheiden zwischen Beleidigungen und Spaß. Das war normal, dass man sich unter Bekannten so beleidigt“, erklärte der Zeuge.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Laut Zeuge hatte Maurice K. die Waffe dabei

Nachdem der Vorsitzende Richter Robert Winter und Verteidiger Mustafa Üstün ihn gestern mehrfach gefragt hatten, ob es stimmt, dass der Angeklagte vor der Tat damit gedroht habe, Shpetim Aloci zu erschießen, räumte der Zeuge dies schließlich ein.

Nach Stunden gab er auch zu, dass Maurice K. die Waffe an dem besagten Abend in seiner Wohnung in Niederzwehren dabei gehabt habe, bevor sie später gemeinsam in Richtung Knorrstraße gingen.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Zeuge: "Drohung nicht ernst genommen"

Er habe die Waffe „zwar gesehen, aber nicht registriert“. Auch die Drohung von Maurice K. habe er nicht ernst genommen.

Nach der Tat habe er gedacht, dass Maurice K. Shpetim Aloci erschossen habe, weil er psychisch krank sei, so der Zeuge. Das glaube er mittlerweile nicht mehr. Nach der Tat habe er erfahren, dass Maurice K. einen Hass auf Albaner gehabt habe, „weil einer von denen mal auf ihn eingestochen hat“. Die Familie von Shpetim Aloci stammt aus dem Kosovo.

Der Prozess wird am Dienstag, 19.05.2020,  fortgesetzt.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Angeklagter mit Geständnis

Erstmeldung vom Dienstag, 12.05.2020: Dass er den 21-jährigen Shpetim Aloci mit mehreren Schüssen auf der Knorrstraße in Kassel-Niederzwehren* getötet hat, daran ließ der 27-jährige Maurice K. auf der Anklagebank keinen Zweifel. Vor der zehnten Strafkammer muss sich der junge Mann aus Kassel seit Montag (11.05.2020) vor dem Kasseler Landgericht unter anderem wegen des Verdachts des Mordes verantworten.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Handelte Maurice K. aus niedrigen Beweggründen?

Der Angeklagte habe am 01.08.2019 gegen 0.30 Uhr heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt, so Staatsanwältin Angela Rek bei Verlesung der Anklage im Prozess um den Mord in der Knorrstraße Kassel. Am 29.07.2019 hätten sich die beiden zusammen mit einem gemeinsamen Freund auf dem Langen Feld in Niederzwehren, einem Stadtteil von Kassel, getroffen. 

Es sei zu einer Auseinandersetzung zwischen Maurice K. und Shpetim Aloci gekommen, da der 27-Jährige nicht an einem Sprechgesangswettbewerb (Rap-Battle) teilnehmen wollte. Das spätere Opfer habe ihn deshalb als „Pisser“ bezeichnet, wodurch sich der Angeklagte gekränkt fühlte.

Am 31.07.2019 habe sich Maurice K. erneut mit dem gemeinsamen Freund getroffen. Beide waren auf der Frankfurter Straße in Kassel unterwegs, kauften sich bei der Elan-Tankstelle Chips und Getränke, bevor sie sich auf eine Bank in der Knorrstraße - dem späteren Tatort - setzten. 

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Maurice K. zieht plötzlich eine Waffe

Als Shpetim Aloci den gemeinsamen Freund anrief und ankündigte, er komme auch, habe Maurice K. plötzlich eine Waffe, eine Walther P 22, gezogen und gerufen, dass er den 21-Jährigen abknallen werde, so die Staatsanwaltschaft. 

Daraufhin habe der gemeinsame Freund den 21-Jährigen noch mal angerufen, um ihn zu warnen. Dieser habe die Warnung aber nicht ernst genommen und sei gegen 0.30 Uhr erschienen, um sich mit Maurice K. wieder zu versöhnen.

Der habe die Entschuldigung allerdings nicht angenommen und stattdessen mehrfach auf den 21-Jährigen geschossen. Mindestens sieben Mal. Shpetim Aloci wurde an der Hand, am Oberkörper, am Gesäß und am Rücken getroffen. Er starb noch am Tatort, der Knorrstraße in Kassel.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Angeklagter bestreitet Schüsse nicht

Die Schüsse bestritt Maurice K. im Prozess um den Mord in der Knorrstraße vor dem Landgericht Kassel nicht. Sein Verteidiger Mustafa Üstün verlas eine Einlassung, die die Tat allerdings in einem anderen Licht erscheinen lässt. Der Angeklagte behauptet zum Beispiel, dass er die Waffe bereits am 29.07.2019 auf dem Langen Feld in Kassel dabei hatte. Dort hätte man Schießübungen machen wollen. 

Auch Shpetim Aloci habe die P 22 ausprobieren wollen. Er kenne sich mit Waffen aus und habe auch selbst eine Waffe, habe der 21-Jährige behauptet. Plötzlich habe sich Shpetim Aloci mit der Waffe an der Handfläche verletzt und geblutet. Er habe Maurice K. daraufhin aufgefordert, sein Blut zu trinken. Damit nicht genug. Der 21-Jährige habe ihn provoziert, sexuelle Anspielungen gemacht und ihn als „Wichser“ bezeichnet. 

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Verfolgungswahn und Krampfanfälle

Schließlich habe er auch noch damit gedroht, ihn beziehungsweise seine Familie zu töten, so der Angeklagte in der Einlassung im Prozess um den Mord in der Knorrstraße vor dem Landgericht Kassel. Er habe diese Drohungen sehr ernst genommen. Zu dieser Zeit habe er nicht nur viele Drogen wie zum Beispiel Marihuana und Spice konsumiert, sondern auch unter psychischen Problemen wie Verfolgungswahn und Krampfanfällen gelitten.

In der Nacht zum 01.08.2019 habe Shpetim Aloci wieder gedroht, ihn umzubringen, so der Angeklagte. Als er deshalb aus der Knorrstraße in Kassel verschwinden wollte, sei ihm der 21-Jährige gefolgt und habe ihn auf den Hinterkopf geschlagen. Daraufhin habe er sich umgedreht und seine Waffe aus dem Hosenbund gezogen, so Maurice K. Der gemeinsame Freund habe gerufen, dass er auf Shpetim schießen solle.

Kassel: Prozess um Mord auf offener Straße - Filmte der gemeinsame Freund die Tat?

Aus Reflex habe er seine Hand hochgezogen und den ersten Schuss abgegeben. „Ich dachte, er schießt zurück und habe weiter geschossen“, so der Angeklagte. Am Ende habe er gar nicht mehr gewusst, wie viele Schüsse er abgegeben habe. Nachdem er realisiert habe, dass er Shpetim Aloci erschossen hatte, sei er aus der Knorrstraße in Kassel weggelaufen. Beim Weglaufen habe er noch gesehen, dass der gemeinsame Freund den am Boden liegenden toten Shpetim gefilmt habe.

Der Prozess wird am Freitag, 15. Mai, fortgesetzt.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Zuletzt wurde der Prozess um den Mord in der Knorrstraße in Kassel* vertagt. 

Im Prozess um den Mord auf offener Straße vor dem Landgericht Kassel sagte der Vater des Opfers aus. Er spricht von einer "geplanten Tat". 

Ein 31-Jähriger hat eine Frau in Kassel mit einer zerbrochenen Flasche* bedroht. Dann soll er sie zweimal vergewaltigt haben. Jetzt beginnt der Prozess.

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