Eine reife Leistung 

Nach Sanierung: Areal an Friedrich-Ebert-Straße ist zum attraktiven Treff geworden

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Spielspaß unter hohen Bäumen: Das Areal an der Friedrich-Ebert-Straße wird von Erwachsenen und Kindern gut angenommen. Der Blick unseres Fotografen geht hier in Richtung Friedrich-Ebert-Straße. 

Der Motzberg-Grünzug an der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel wird mit seinen zahlreichen neuen Spielangeboten für Jung und Alt von der Bevölkerung gut angenommen. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen. 

Durchdacht, in aller Ruhe und ohne viel Aufsehens ist in drei Jahren mitten in der Stadt, zwischen den Stadtteilen Mitte und Vorderer Westen, eine attraktive, vielseitig nutzbare Grünanlage entstanden: Im Rathaus heißt das zwei Fußballfelder große Areal Motzberg-Grünzug. Der Volksmund nennt es aufgrund seiner Form „Grüne Banane“.

Das abfallende Gelände erstreckt sich von der Albert-Schweitzer-Schule an der Parkstraße bis zur Königstorschule an der Luisenstraße. In der Vergangenheit war der Bereich eher als dunkle Schmuddelecke in Erscheinung getreten, Trinker hielten sich hier gerne auf. Jetzt ist der Grünzug zum einladenden Mini-Park geworden. 

Der Umbau hat 2,6 Millionen Euro gekostet. Dreiviertel der Summe haben Bund und Land aus dem Programm „Aktive Kernbereiche“ beigesteuert, sagte Fabian Schäfer vom Stadtplanungsamt.

Gelegenheit zum angenehmen Verweilen: Diese jungen Männer verbringen ihre Mittagspause entspannt im Grünen.

Durch das Areal führt die Friedrich-Ebert-Straße. Sie war vor drei Jahren zum viel gelobten „Boulevard der Herzen“ aufgehübscht worden. Ein Bestandteil der Sanierung war die Gestaltung des Stadtplatzes an der Haltestelle Annastraße, der jüngst den Namen "Platz der elf Frauen" erhalten hat. Der lichte Ort mit seinen kommunikativ angeordneten Bänken bietet Möglichkeiten für viele Veranstaltungsformate vom Markt bis zum Public-Viewing.

Arbeiten sind abgeschlossen 

Jetzt gab es den krönenden Abschluss der Arbeiten: Neben der Königstorhalle wurde ein großes Treppenbauwerk eingeweiht. Zum Foto mit Rathausvertretern verpassten der Street-Art-Künstler Dustin Schenk und seine Kolor-Cube-Crew der „Treppe der Jugend“, so ihr Name, einen ansprechenden Auftritt. Rund um die Königstorhalle sind luftige, gut einsichtige Aufenthaltsorte entstanden – Stadtteilvertreter hatten dies seit Jahren gefordert.

Waren die Ersten auf der neuen Treppe: (hinten von links) Simon Markovic, Ludger Röken, Fabian Schäfer, Volker Lange, Christof Nolda, Dustin Schenk, vorne: Annika Kühn, Stefan Gebhardt und Sarah Menzel.

Auch ohne Einweihungsfeier haben die Menschen den Park mit seinen neu gestalteten Bereichen und Grünflächen als Erholungsraum in Beschlag genommen. „Dass die Anlage so gut angenommen wird, ist für uns Planer und Ausführenden das größte Lob“, sagte Ludger Röken vom Umwelt- und Gartenamt. Ziel sei es gewesen, einen „multifunktional nutzbaren Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen zu schaffen, ihn zu öffnen und sichtbar zu machen“. 

Verbleibenden Naturraum aufwerten

Das ist gelungen: Die Menschen bevölkern die neuen Plätze, machen es sich auf den vielen Sitzgelegenheiten unter großen Bäumen bequem, Kinder nutzen die Bewegungsspielgeräte, die sie sich im Rahmen von Beteiligungsprojekten gewünscht hatten. Mehrere Spielplätze, darunter ein Basketball-Platz, für jüngere und ältere sind entstanden. Es gibt beleuchtete, barrierefreie Verbindungen, so auch die Hauptachse, der Schulweg, der von der ASS zur Königstorschule führt. Eine Querverbindung, die zum im Bau befindlichen Westend-Turm an der Westendstraße führt, ist angelegt.

Im Überblick: Der Grünzug Motzberg. Klicken Sie auf das Kreuz oben rechts, um die gesamte Grafik zu sehen. 

Wenn man in Zeiten von Wohnungsmangel städtische Quartiere verdichtet, müsse man den verbleibenden Naturraum aufwerten, hatte Stadtbaurat Christof Nolda gegenüber der HNA zum Motzberg gesagt. Geklappt hat das Unternehmen auch deshalb so gut, weil die Wohnungsgesellschaft GWH mitgezogen habe: Es kam zum Grundstückstausch. Die Stadt übernahm Flächen der GWH und hat ihrerseits das Baugrundstück an der Westendstraße zur Verfügung gestellt.

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