Viele Stunden ist die Maschine täglich in der Luft - Wir haben einen Flug mit dem Airbus begleitet

Mit der „Kassel“ nach Helsinki

Pilot Ralf Felten (links) und sein Erster Offizier Janosch Jocher im Cockpit der Lufthansa-Maschine „Kassel“.

Vor 44 Jahren hob zum ersten Mal ein Flugzeug mit dem Namen Kassel von der Startbahn des Frankfurter Flughafens ab. Die Nachfolgerin der damals von Kassels ehemaligem Oberbürgermeister Dr. Karl Branner getauften Boeing 727 ist ein Airbus A320. Ihr Heimathafen: München.

München/Helsinki. Es ist 20.18 Uhr Ortszeit, als die Reifen von „Papa Echo“ den Boden der Landebahn am Münchner Flughafen berühren. Kurz vor der Landung hatte eine Windböe die Maschine noch einmal zur Seite geworfen, doch Aufsetzen und Bremsen verlaufen ohne Probleme.

Der Erste Flugoffizier übergibt an den Piloten, der das Lufthansa-Flugzeug zu seiner Parkposition fährt. Zwei Stunden und 14 Minuten nach dem Start in Helsinki verlassen 99 Fluggäste, drei Flugbegleiter und die beiden Piloten die „Kassel“. Für die Crew geht es nach Mailand, die Piloten fliegen weiter nach Budapest. Die „Kassel“ startet nach dem Ausladen und Betanken in Richtung Bukarest.

Rückblick: Es ist 13.35 Uhr im Gebäude der Lufthansa am Münchner Flughafen. Der 40-jährige Ralf Felten trifft sich mit seinem Co-Piloten Janosch Jocher. Über ihre Laptops laden sie sich Flugroute, Wetterdaten und Informationen zur Maschine herunter und besprechen sich. „Ist es in Ordnung, wenn wir uns duzen?“, fragt Felten seinen 26-jährigen Kollegen. Die beiden sind zuvor noch nie miteinander geflogen. „So bleibt man frisch und vermeidet Fehler, weil man glaubt, sich auf den anderen verlassen zu können“, sagt der Pilot.

Lufthansa-Flugzeug mit besonderem Namen: Mit der „Kassel“ nach Helsinki

Lufthansa-Flugzeug mit besonderem Namen: Mit der „Kassel“ nach Helsinki.
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Eine halbe Stunde später: Kabinenbesatzung und Piloten besprechen den Einsatz. Kapitän Felten möchte eine Sicherheitseinweisung der Passagiere mit Sauerstoffmasken und Schwimmwesten. Schließlich führt die Route über Wasser.

Fast 10.000 Flugstunden hat Felten in den letzten 15 Jahren angesammelt. Ob er schon mal mit der „Kassel“ geflogen ist?

„Bestimmt!“, aber sicher sei er nicht.

Wenig später ist die Maschine auch schon in der Luft. Felten drückt auf einen Knopf an seinem Steuergerät und spricht in das Mikrofon vor seinem Mund. Über Funk meldet er die „Kassel“ bei der polnischen Flugüberwachung an. Allerdings fallen weder der Name „Kassel“ noch die offizielle Kennung „D-AIPE“. Stattdessen identifiziert er sich über das Rufzeichen des Fluges, das diesmal LH-7KH lautet. „Lufthansa - Seven, Kilo, Hotel“ - klingt die Stimme über den Äther.

Finnische Putzkolonne

Es ist 17.14 Uhr. Nach der Ankunft in der finnischen Hauptstadt beginnt die Putzkolonne mit den Aufräumarbeiten. Mit großen Tüten bewaffnet, sammelt sie Essensreste, Zeitungsseiten und Getränkebecher ein. Pilot Felten umrundet in der Zwischenzeit die „Kassel“. Er überprüft die Triebwerke auf Vogeleinschläge, schaut sich die Tragflächen an und kontrolliert Reifen, Bremsen und die Sensoren, die im Cockpit die Daten für Luftdruck, Temperatur und Co. liefern. Er muss sich beeilen. 40 Minuten nach der Landung soll die „Kassel“ wieder abheben.

Auf 11.600 Metern Flughöhe serviert Susanne Pfeiffer später das Essen in der Business Class. „Fisch mit Dillkartoffeln oder Hähnchenbrust mit Reis?“, fragt sie den Passagier auf Platz 5A. Klaus Goll entscheidet sich für den Fisch. Als er die Gabel zum Mund führt, hat die „Kassel“ die Hälfte der Strecke schon geschafft. Irgendwo unter der Wolkendecke wartet München. www.hna.de/foto

Von Jörgen Camrath

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