Eröffnung der Bäder ungewiss, aber Vorbereitungen laufen

Neue Rutsche im Kasseler Auebad wird aufgebaut

Die Teile für die neue Turbo-Rutsche im Auebad sind da: Badleiter Heiko Meckbach geht davon aus, dass die Rutsche bis Ende Mai aufgebaut ist. Wann die Bäder wieder öffnen dürfen, kann derzeit noch niemand sagen. 
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Die Teile für die neue Turbo-Rutsche im Auebad sind da: Badleiter Heiko Meckbach geht davon aus, dass die Rutsche bis Ende Mai aufgebaut ist. Wann die Bäder wieder öffnen dürfen, kann derzeit noch niemand sagen. 

Die einzigen Badegäste, die den Mitarbeitern des Auebads derzeit Arbeit bescheren, sind Nilgänse, die ihren Kot auf den Platten der Gehwege hinterlassen. Und die zahlen nicht mal Eintritt.

Außer den Vögeln darf momentan keiner die Bäder wegen der Coronakrise besuchen. Wann die Bäder bundes- beziehungsweise landesweit und damit auch in Kassel wieder öffnen dürfen, steht noch in den Sternen.

Nichtsdestotrotz tut sich etwas im Auebad. Seit vergangener Woche werden die Teile für die zweite Rutsche in dem Kombibad an der Fulda angeliefert. Halterungen für die neue Turbo-Rutsche, in die die Städtischen Werke insgesamt 350 000 Euro investieren, sind bereits angebracht worden, sagt Heiko Meckbach, Leiter des Auebads.

Bei dem Hersteller der Rutsche handelt es sich um die renommierte Firma Wiegand Maelzer aus Rasdorf (Landkreis Fulda), die bereits Wasserrutschen für Bäder und Parks auf der ganzen Welt konstruiert hat. Das Unternehmen hat auch die erste Rutsche für das Auebad gebaut.

Die neue Turbo-Rutsche ist 58,5 Meter lang, also deutlich kürzer und weniger kurvenreich als die bestehende, 116 Meter lange Breitreifen-Rutsche. Dafür werde sie schneller als die erste Rutsche. Die neue Röhrenrutsche mit einem Durchmesser von 90 Zentimeter kann ohne Reifen genutzt werden. Für Action bei der rasanten Fahrt sollen Spezialeffekte und Besonderheiten wie eine Zeitmessanlage sowie verschiedene Lichteffekte sorgen. Meckbach geht davon aus, dass die Rutsche Ende Mai fertig aufgebaut ist. „Aber wir haben momentan ja keinen Zeitdruck.“

Platten und Grünanlagen werden gereinigt: Azubi Valeria Bauer im Auebad. Das veralgte Wasser im Becken stammt noch aus der Saison 2019.

Wegen der fehlenden Badegäste gebe es derzeit noch keine Kurzarbeit in den Bädern, sagt Meckbach. Wegen der Corona-Krise arbeite man aber in zwei Schichten mit reduziertem Personaleinsatz. Die Revisionsarbeiten im Innenbereich des Auebads und im Hallenbad Süd in Oberzwehren, die sonst im Herbst stattfinden, habe man vorgezogen.

Die Zeit nutze man auch, um die Außenbereiche der Freibäder in Bad Wilhelmshöhe und Harleshausen sowie im Auebad für die Saison vorzubereiten. Die Becken könnten aber erst dann flott gemacht werden, wenn es das Signal von der Politik gibt, dass die Bäder wieder öffnen dürfen.

Nach dem Signal der Politik würde es etwa drei Wochen dauern, bis die Freibäder wieder öffnen könnten. Das alte Wasser aus der Saison 2019 muss dann abgelassen, die Becken gereinigt und wieder gefüllt werden. Anschließend benötige man noch Wasseranalysen, erklärt Meckbach das Prozedere. Diese Arbeiten könne man mit Blick auf die Ungewissheit nicht vorziehen.

Zudem fehlten noch Vorgaben, welche Regeln es bei einer möglichen Öffnung der Bäder im Umgang mit dem Virus gibt, so Meckbach. Es gebe zum Beispiel den Vorschlag, wegen Corona nur 100 Gäste ins Freibad zu lassen. „Aber was wollen sie dann machen, wenn bei 40 Grad dann 1000 Gäste vor dem Bad auf den Einlass warten?“

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