Orthopädikum in Kassel

Herzstück der Praxis: Angstfreie Behandlung dank offenem MRT

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Herzstück: Dr. Marc Jungermann und MFA Karina Norwig zeigen das offene MRT.

In Kassel läuft seit Jahresbeginn der Betrieb im Orthopädikum. Herzstück der Praxis ist ein offenes MRT. Damit können Patienten angstfrei behandelt werden.

  • Seit Jahresbeginn läuft Betrieb in Orthopädikum
  • Ziel ist eine orthopädische Rundumversorgung
  • Begehbares MRT für angstfreie Behandlung

Der Schriftzug „Orthopädikum“ ist schon von Weitem sichtbar. Direkt an der Korbacher Straße in Nordshausen, in Nachbarschaft zum alten Bahnhofsgebäude, ist im letzten Jahr ein Gebäude entstanden, dessen Nutzung sich ganz dem Stütz- und Bewegungsapparat verschrieben hat. „Unser Ziel war eine orthopädische Rundumversorgung“, erläutert Dr. Marc Jungermann.

Im Erdgeschoss des Neubaus, in dem die Handwerker noch für den letzten Feinschliff sorgen, hat die vormals in Bad Wilhelmshöhe beheimatete Praxis zu Jahresbeginn ihre Räume bezogen. In der zweiten Etage arbeitet ein zehnköpfiges Team von Physiotherapeuten, Osteopathen und Heilpraktikern. 

Neues Gebäude an der Korbacher Straße: Im März hatten die Bauarbeiten begonnen, seit Jahresbeginn läuft der Betrieb im Orthopädikum.

Orthopädikum in Kassel mit medizinischer Trainings- und Sporttherapie

In der dritten Etage, die dank Dachterrasse einen Blick in die Ferne erlaubt, ist die Medizinische Trainings- und Sporttherapie namens K2 Medical Training untergebracht.

„Es ist nicht mehr zeitgemäß, Patienten von einer zur nächsten Behandlungstherapie zu schicken“, sagt Jungermann. Die zuvor mit seinen Kollegen Dr. Marco Spielmann und Dr. Uwe Stange betriebene Praxis haben die Ärzte zugunsten des Neubaus aufgegeben. Die „Basis“ sei indes in Fritzlar geblieben, wo mit Dr. Jens Arnoldt und Dr. Faulstich zwei weitere Orthopäden angesiedelt sind, mit denen die Kasseler Mediziner seit Jahren kooperieren.

Neuer Standort in Kassel hat keine Kassenzulassung

Der Standort in Nordshausen hat keine Kassenzulassung, sprich: Gesetzlich versicherte Patienten können die Leistungen nicht mit der Krankenkasse abrechnen. Jungermann legt aber Wert darauf, dass in der Privatpraxis nicht nur Privatpatienten willkommen sind. Das Orthopädikum habe seine Türe für alle Patienten geöffnet. Auch für jene, die sich eine Zweitmeinung einholen wollen, sagt der Orthopäde.

Das Herzstück der neuen Praxis ist ein modernes, rundum offenes MRT. Es ermöglicht, Patienten, die unter der Enge der klassischen „Röhre“ leiden, angstfrei zu behandeln. 

Orthopädikum in Kassel: MRT ohne Röntgenbestrahlung

Während der Untersuchung liegen diese zwischen zwei Hälften, die an ein aufgeschnittenes Brötchen erinnern und haben Rundumsicht zu allen Seiten. Eltern könnten so mit dem zu behandelnden Nachwuchs Händchen halten.

Eine Besonderheit sei, dass sich auch schmerztherapeutische Behandlungen wie die Gabe von Spritzen mithilfe des modernen Geräts durchführen ließen. „Der große Vorteil ist, dass die Patienten keiner Röntgenbestrahlung ausgesetzt sind“, erläutert Jungermann.

Twitter: Neueröffnung des Orthopädikums in Kassel

Am neuen Standort in Kassel auch therapeutische Hilfe

Der Mediziner und seine Kollegen behandeln das klassische Spektrum orthopädischer Erkrankungen. Rückenleiden, Gelenkbeschwerden, aber auch Stressbeschwerden hätten zuletzt zugenommen, beobachtet Jungermann. 

Zu den Patienten zählten sowohl junge Sportler als auch ältere Menschen mit degenerativen Erkrankungen. Im neuen Haus finden sie nicht nur medizinische, sondern auch therapeutische Hilfe.

Ansprechpartner auf jeder Etage

Im Obergeschoss treffen die Generationen dann wieder zusammen: Während junge Sportler etwa nach Verletzungen wieder mit dem Training beginnen, verbessern die Älteren ihre Gangsicherheit an den modernen Geräten. Hilfe gibt der digitale Trainer – oder aber der passende, reale Ansprechpartner auf jeder Etage.

Info: Das Orthopädikum, Korbacher Straße 169, ermöglicht Einblicke beim Tag der offenen Tür am Samstag, 8. Februar, von 10 bis 15 Uhr. Mehr auf: orthopaedikum-kassel.de

Von Anja Berens

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