Oberbürgermeister Hilgen beklagt zunehmende Verstöße 

Kassel plant Kameras an Ampeln gegen Rotlichtsünder

Kassel. Die neuen stationären Blitzer sind gerade erst in Betrieb, da deutet sich in Kassel schon der nächste Schritt zur Verkehrsüberwachung an.

Wer bei rot leuchtender Ampel noch über Kreuzungen fährt, der soll in Zukunft in der Stadt nicht mehr so einfach und ungestraft davonkommen.

Die Stadt Kassel will wichtige Ampelkreuzungen mit stationären Kameraanlagen ausstatten, um das Problem der „Rotlichtsünder“ in den Griff zu bekommen, kündigte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) an. Die Nichtbeachtung roter Ampelzeichen sei in der Stadt „relativ hoch“, berichtete Hilgen im Rechtsausschuss, machte aber keine Angaben zu Zahl und Entwicklung der Verstöße.

Wann mit dem Aufbau der stationären Rotlicht-Überwachungsanlagen an Ampeln begonnen werden soll, ließ der Oberbürgermeister ebenfalls offen. Derzeit würden mögliche Standorte und mögliche Anlagentechnik geprüft, erklärte Hilgen. Wie bei den sechs stationären Geschwindigkeits-Messanlagen, die Ende November an vier Hauptverkehrsstraßen im Stadtgebiet ihren Betrieb aufgenommen haben, soll auch die Anschaffung der Ampel-Überwachungsanlagen europaweit ausgeschrieben werden.

Überwachungskameras an Ampelkreuzungen hat es in Kassel bereits gegeben. Die „Starenkästen“ befanden sich in den 1980er-Jahren unter anderem an Ampeln an der Frankfurter Straße und der Kohlenstraße. Die Anlagen sind nach und nach entfernt worden. Derzeit ist in der Stadt Kassel keine Ampelkreuzung mehr mit einer Überwachungskamera bestückt.

Durch die Kontrollen der Stadt und der Polizei sei die Verkehrssicherheit in Kassel insgesamt als akzeptabel einzuschätzen, sagte der Oberbürgermeister. Die „Rotlichtverstöße“ und besondere Auswüchse wie illegale Straßenrennen in der Innenstadt sollten künftig jedoch verstärkt geahndet werden, so Hilgen.

Rubriklistenbild: © Mal mus

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