Deutschlandweiter Vergleich

Kassel hat die Nase vorn: Platz 20 bei Carsharing-Ranking

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Einer von zwei Anbietern in Kassel: Neben „Stattauto“ ist Scouter in Kassel vertreten.

Kassel hat bei einem deutschlandweiten Vergleich zum Thema Carsharing den 20. Platz belegt.

  • Deutschlandweiter Vergleich von Carsharing-Angeboten
  • Kassel auf Platz 20 bei stationsbasierten Carsharing-Modellen
  • Offener „Handlungsspielraum“ für die Stadt bei Elektroautos

Beim Thema Carsharing hatte Kassel schon immer die Nase vorn. So gehört das 1991 gegründete Kasseler Projekt „Stattauto“ zu den ältesten Carsharing-Anbietern in Deutschland. Bei einem aktuellen Städte-Ranking des Bundesverbandes Carsharing landet Kassel bei den stationären Systemen auf Platz 20.

Verglichen wurden die Angebote von 151 Städten. Dierelativ gute Platzierung liegt auch daran, dass es mit der Marburger Firma Scouter inzwischen einen weiteren Anbieter im Stadtgebiet gibt.

Platz 20 von 151: Kassel verfügt über 113 Carsharing-Fahrzeuge

Mittlerweile wird in739 deutschen Städten und Gemeinden Carsharing angeboten. Im Ranking tauchen aber nur die Städte mit mindestens 50.000 Einwohnern auf. Bewertet wurde, wie viele Carsharing-Fahrzeuge jeweils auf 1.000 Einwohner kommen.

Bei dem Vergleich wurde unterschieden zwischen stationsbasierten Carsharing-Modellen mit festen Abstellorten und sogenannten „Free-Floating“-Systemen, bei dem die Fahrzeuge irgendwo im Stadtgebiet geparkt werden können. Bei den Systemen mit festen Stationen landet Kassel mit 113 Fahrzeugen (0,56 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner) auf Platz 20 von 151.

Unangefochtener Spitzenreiter in dieser Gruppe ist Karlsruhe, wo fast zehnmal so viele Carsharing-Autos unterwegs sind wie in Kassel. „Stattauto“ hat in Kassel 72 Autos im Einsatz, die nach Angaben von Geschäftsführer Walter Köhler von 2.600 Kunden genutzt werden.

Kassel: Lieber Privatauto statt Carsharing

Scouter zählt 1.175 Kunden und hat 18 Stationen, wo zum Teil mehrere Fahrzeuge stehen. Scouter bietet auch zwei Elektrofahrzeuge in Kassel an und würde seine Flotte gerne durch weitere E-Autos ergänzen. Hemmschwelle sei die fehlende Ladeinfrastruktur. Laut Scouter-Geschäftsführer Thomas Großnann sei man dafür aber auf eine Kooperation mit der Stadt Kassel und den Städtischen Werken angewiesen. Hier sei noch „Handlungsspielraum“ für die Stadt, so Großnann.

Im Vergleich mit den privaten Pkw spielt Carsharing immer noch eine untergeordnete Rolle. So sind in Kassel 89.343 Fahrzeuge zugelassen. Damit kommt fast auf jeden zweiten Einwohner ein eigenes Auto.

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