Autos sollen auch vor Schulen und Kitas langsamer fahren

Gilt nachts in Kassel bald Tempo 30 auf den Hauptstraßen?

Kassel. Nachts müssen Autofahrer womöglich bald auf einigen Kasseler Hauptstraßen auf die Bremse treten: Die Stadt soll eine Reduzierung auf 30 Stundenkilometer prüfen.

Anschließend soll sie über die Einführung von Tempo-30-Regelungen entscheiden. Das hat der Verkehrsausschuss jetzt einstimmig beschlossen.

Danach sollen zunächst die Erfahrungen anderer Städte ausgewertet und vorgestellt werden. In Frankfurt zum Beispiel gilt Tempo 30 auf ausgewählten Hauptstraßen in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr. Geklärt werden soll, welche Entlastung für Anwohner durch Tempo 30 in der Nacht an Kasseler Hauptstraßen erzielt werden kann.

Die Prüfung hat die Koalition aus SPD, Grünen sowie den fraktionslosen Stadtverordneten Dr. Cornelia Janusch und Andreas Ernst auf den Weg gebracht. An vielen Hauptstraßen im Kasseler Stadtgebiet würden die Lärmschutzwerte überschritten. Tempo 30 sei eine Möglichkeit, den Lärm zu verringern und die Gesundheit der Bewohner besser zu schützen, heißt es in dem Antrag, über den die Stadtverordnetenversammlung am 12. März entscheiden wird.

Der Magistrat soll über die Ergebnisse seiner Prüfung in der Mai-Sitzung des Ausschusses informieren. Wegen des Prüfauftrags wurde der Antrag der Kasseler Linke verschoben. Sie fordert Tempo 30 in der Zeit von 22 bis 6 Uhr auf allen Kasseler Hauptverkehrsstraßen sowie generell vor allen Schulen und Kindertageseinrichtungen.

Tempo 30 auf Hauptstraßen ist in Kassel immer wieder ein Thema. Wie berichtet, haben kürzlich die Ortsbeiräte Nord-Holland und Rothenditmold Tempo 30 in der Nacht für die Holländische und die Wolfhager Straße gefordert. Einstimmig trug der Verkehrsausschuss zwei weitere Initiativen der Koalition mit. Dabei geht es um ein Konzept zur Förderung des Fußverkehrs sowie um Vorhaben zur Verbesserung des Radverkehrs in Kassel.

Kommunen haben Förderung im Blick

Um den Ausbau von Tempo-30-Zonen zu unterstützen, hat die schwarz-grüne Landesregierung ein Förderprogramm für Städte und Gemeinden aufgelegt. So haben Kommunen im Kreis Waldeck-Frankenberg diese Förderung im Blick.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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