Handgemenge am Auedamm

Radfahrer mitgeschleift: Streit zwischen Verkehrsteilnehmern endet vor Gericht

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Kassel: Radfahrer mitgeschleift - Streit zwischen Rad- und Autofahrer endet vor Gericht

Am Auedamm in Kassel kam es zwischen einem Radfahrer und einem Autofahrer zum Streit der in Handgreiflichkeiten endete und nun vor Gericht landete.

  • Der Streit zwischen einem Autofahrer und einem Radfahrer endete mit Handgreiflichkeiten.
  • Da sie sich nicht einigen konnten, landete der Fall nun vor Gericht
  • Die Geschichten der beiden Parteien unterscheiden sich stark.

Körperverletzung, Nötigung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Wegen einer ganzen Reihe von Vorwürfen musste sich ein 59-jähriger Kasseler vor dem Amtsgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, im Juni 2019 einen Radfahrer genötigt, bedroht und körperlich angegriffen zu haben. Außerdem soll er diesen am Arm festgehalten und mehrere Meter mit seinem Fahrzeug mitgeschleift haben.

Kassel: Angeklagter erschien ohne Rechtsbeistand

Der Angeklagte, der ohne Rechtsbeistand erschienen war, wollte am Auedamm in Kassel rückwärts ausparken. Ein weiteres Auto wartete bereits, um in die frei werdende Parkbucht zu fahren. 

Der Radfahrer fuhr in leicht alkoholisiertem Zustand mit seinem Fahrrad zwischen den geparkten Wagen und dem wartenden Fahrzeug hindurch, um zu überholen. Um eine Kollision zu vermeiden, musste der Angeklagte abrupt abbremsen. 

Streit zwischen Autofahrer und Radfahrer in Kassel endet mit Handgreiflichkeiten

In der Folge entwickelte sich ein Streit zwischen dem Radfahrer und dem Autofahrer, bei dem es zu Handgreiflichkeiten kam.

Neben dem vermeintlich Geschädigten sagten sein Begleiter, ein Passant sowie die Beifahrerin des Angeklagten aus als Zeugen. Einig waren sich die Beteiligten nur, was den Auspark- und Überholvorgang angeht. Ab diesem Zeitpunkt unterschieden sich die Schilderungen deutlich.

Kassel: Angeklagter drohte angeblich mit Gewalt

Der Radfahrer und sein Begleiter sagten aus, dass der Angeklagte zunächst versuchte, den vermeintlich Geschädigten auszubremsen und dann einige Meter weiter anhielt und fragte, ob dieser „ein paar aufs Maul“ wolle. Daraufhin habe der Autofahrer den Radfahrer angegriffen, was ein weiterer Zeuge aus Kassel bestätigen konnte. 

Der Angeklagte und seine Beifahrerin bestritten diese Schilderung. Beide behaupteten aber, dass der Radfahrer mit der flachen Hand gegen die Scheibe der Fahrertür geschlagen habe.

Von der Bremse abgerutscht - Prozess vor dem Amtsgericht in Kassel

Auch darüber, wie der Radfahrer im Verlauf der Auseinandersetzung einige Meter mitgeschleift wurde, gab es unterschiedliche Aussagen. Der Radfahrer behauptete, dass ihn der 59-Jährige festgehalten habe, wohingegen dieser davon sprach, sich lediglich gegen einen Angriff des Radfahrers gewehrt zu haben. 

Dieser habe ihm seine Hand ins Gesicht gedrückt, als er bereits im Auto saß. Der Wagen mit Automatikschaltung sei selbstständig ins Rollen gekommen, weil er von der Bremse abgerutscht sei. Letztendlich konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden, was genau passierte. Gegen eine Zahlung von 500 Euro wurde das Verfahren am Amtsgericht in Kassel eingestellt.

Probleme zwischen Fahrrad- und Autofahrern sind in Kassel und Umgebung nicht selten

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