Weitere Zulassungsbegrenzungen wegen Kapazitätsproblemen

Uni Kassel rechnet mit bis zu 22.000 Studenten

Kassel. Die UniKassel steht weiter hoch im Kurs: Zum Wintersemester wird die bisherige Rekordzahl von 21.500 Studierenden wieder erreicht oder überschritten, sagt Uni-Sprecherin Annette Ulbricht.

Damit bewege man sich bereits am Rand der Kapazitätsgrenze: Mehr als 22.000 Studienplätze stünden nicht zur Verfügung.

Dabei kann sich die Situation weiter verschärfen. Die große Schwemme der doppelten Abiturjahrgänge in Hessen wird erst 2013/14 erreicht. Volle Hörsäle und überfüllte Seminare zählen zu den negativen Folgen. Um den Zulauf an die Hochschule noch kontrollieren zu können, müsse man dann mehr Studiengänge mit Numerus Clausus (NC) belegen, sagt die Uni-Sprecherin.

Schon jetzt kommen in den zulassunsbegrenzten Fächern auf einen Platz neun Bewerbungen. Bis zum Einsendeschluss Mitte Juli sind beim Studierendensekretariat der Uni Kassel 30 200 Anträge für zulassungsbeschränkte Studiengänge eingegangen. In den 37 mit Numerus Clausus belegten Fächern sind aber nur 3350 Plätze zu vergeben. Im Vorjahr verteilte sich die geringere Zahl von 29 415 Bewerbungen noch auf 42 NC-Fächer, in denen insgesamt 3573 Plätze zur Verfügung standen.

Die größte Gruppe unter den 21500 Studierenden in Kassel waren zuletzt die Lehramtsstudenten (4500). Zahlenmäßig starke Studiengänge sind außerdem Wirtschaftswissenschaften (1900) und Maschinenbau (1730). Nicht nur in diesen Fächern müssen sich die Studierenden auf beengte Verhältnisse einrichten. Die Raumnot ist das drängendste Problem der Uni. Deshalb wurden zahlreiche Räume angemietet.

Unterdessen läuft der Ausbau des Campus am Holländischen Platz weiter. In dem Quartier zwischen Moritz-, Gottschalk- und Mombachstraße entstehen in den nächsten Jahren neue Gebäude. Schon jetzt ist absehbar, dass die vom Land Hessen dafür bereitgestellen 226 Mio. Euro nicht reichen werden. (rud/els)

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