1. Startseite
  2. Kassel

Supermärkte in Kassel bleiben trotz hoher Nachfrage entspannt

Erstellt:

Von: Samira Müller

Kommentare

Leere Toilettenpapier-Regale im Aldi Markt in der Leuschnerstraße.
Leere Toilettenpapier-Regale im Aldi Markt in der Leuschnerstraße. Trotzdem gibt es in Kassel keinen Grund zu Hamstern. © Andreas Fischer

Nicht alle Regale in den Supermärkten in Kassel sind komplett gefüllt. Dennoch brauchen sich Kunden keine Sorgen zu machen.

Kassel – In einigen Supermärkten sind die Regale von Öl, Mehl und Toilettenpapier leer gefegt, auch sonst gibt es ein paar Lücken – eine Folge des Ukraine-Konflikts. Viele Läden haben bereits einige Produkte auf haushaltsübliche Mengen rationiert. Doch was bedeutet das für den Oster-Einkauf?

Während das Toilettenpapier in den meisten Läden ausreichend vorhanden ist, mangelt es zumeist an Öl und Mehl. Das wird im Edeka Prandzioch in Kirchditmold bereits jeweils auf zwei Stück pro Einkauf rationiert. Doch es bestehe kein Grund zur Sorge, da die Regale nicht komplett leer seien, wie Daniel Prandzioch, Leiter des Edeka-Marktes schildert. Es sei lediglich weniger vorhanden als sonst. „Es ist alles in Ordnung“, sagt Prandzioch.

Kassel: Kein Grund für Hamstereinkäufe im Supermarkt

In Kassel komme die Ware zwar zum Teil etwas verspätet, doch sie sei vorhanden. Auch Öl und Mehl werde weiterhin geliefert. „Die Versorgung ist gut, wenn jeder das einkauft, was er braucht“, sagt Pranzioch. Gerade beim Mehl und Öl hätten viele Kunden mehr gekauft als notwendig.

Gerade Öl sei nicht schnell nachproduziert, erklärt Prandzioch. Auch durch Corona sei das Personal knapp, weswegen es bei Produktionen zu Engpässen kommen könnte. „Es wird keiner verhungern“, sagt er. Wenn jeder vernünftig konsumiere, gebe es keinen Grund zu einer Panik. Auch kurz vor Ostern müssten die Kunden keine Angst haben, nichts mehr zu bekommen.

Ähnlich sieht das Christopher Otte, Leiter des Rewe-Marktes in Nord-Holland. Bis auf vereinzelte Artikel sei alles vorhanden. „An Toilettenpapier fehlt nichts“, sagt er. Die fünf billigsten Sorten von Öl und Mehl würden fehlen, ansonsten werde nichts knapp. „Es ist alles entspannt“, sagt Otte.

Kassel: Supermärkte sehen zu Ostern keine Lieferengpässe

Entspannter wird es auch im Edeka in der Fiedlerstraße. Dort gebe es mittlerweile auch wieder günstiges Sonnenblumenöl. „Von Tag zu Tag wird es eine entspanntere Situation“, sagt Leiter Marco Wenzel. Doch auch vorher habe es keinen großen Mangel gegeben. Einige Produkte waren nur eben nicht von jeder Marke vorhanden. Die Engpässe seien durch ein nicht normales Kaufverhalten entstanden. „Die Masse an Produkten wird geliefert“, sagt er. Zudem sei sein Liefervolumen deutlich höher als in der vergangenen Woche.

Beim Edeka Wenzel werden die Produkte nur in haushaltsüblichen Größen verkauft. „Wenn jedes Geschäft darauf achten würde, gebe es keine Verknappung“, sagt Wenzel.

Trotz teilweise leerer Regale von Toilettenpapier, Mehl und Öl gibt es keinen Grund zur Panik. „Es ist alles da“, sagt Frank Grau, Leiter des Tegut-Markts in der Friedrich-Ebert-Straße. Das Öl werde manchmal etwas verzögert geliefert, aber ansonsten gebe es keine Probleme. Daher glaubt Grau, dass es zu Ostern keine Engpässe geben werde.

Die Lebensmittelpreise steigen in Deutschland derzeit dramatisch – zuletzt teilte Rewe mit, künftig nicht alle Kostensteigerungen an den Kunden weiterzugeben.

Kassel: Viele Supermärkte rationieren Öl und Mehl

Die Lage mit Öl und Mehl entspanne sich allmählich wieder. „Es wird keine großen Lücken geben“, erklärt er. Natürlich gebe es spezielle Sorten, die länger fehlen, aber „es gibt genug Alternativen“. Das Öl habe Grau derzeit auf zwei Flaschen rationiert, da es keinen Grund zum Hamstern gebe. Von Anfang an habe er die Mengen von den knappen Lebensmitteln begrenzt.

Auch im Nahkauf in Vellmar fehle es meist an Öl und Mehl. „Wir haben den Mangel wie alle anderen Geschäfte auch“, sagt Leiterin Susann Ernst. Davon sei gar nichts bis wenig da: „Es ist eine schwierige Situation.“ Doch sie glaube nicht, dass die Menschen in Deutschland verhungern oder verdursten würden.

Ernst hat im Nahkauf Lebensmittel wie Öl und Mehl rationiert. „Somit fällt das Hamstern weg“, erklärt sie. Wenn jeder normal einkaufen würde, gebe es keinen Grund zu Panik. „Die Grundversorgung ist gesichert.“ (Samira Müller)

Auch interessant

Kommentare