Reaktion auf UEFA-Entscheidung

Nach Facebook-Aktion – Herkules erstrahlt am Abend in Regenbogenfarben

Der Herkules erstrahlte am Mittwochabend (23.06.2021) in Regenbogenfarben.
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Der Herkules erstrahlte am Mittwochabend (23.06.2021) in Regenbogenfarben.

Nach der umstrittenen UEFA-Entscheidung: Der Herkules erstrahlt am Mittwochabend in Regenbogenfarben. Damit will die Stadt Kassel sich gegen Diskriminierung positionieren.

Update vom Mittwoch, 23.06.2021, 22.13 Uhr: Nachdem die Stadt Kassel heute zunächst auf Facebook eine Montage des Herkules in Regenbogenfarben veröffentlicht hatte, erstrahlt der Herkules jetzt tatsächlich den Farben der Pride-Flagge.

„Kassel bekennt Farbe“, sagte Oberbürgermeister Christian Geselle: „Wir sind eine weltoffene, bunte und vielfältige Stadt, in der Intoleranz, Vorurteile und Diskriminierung keinen Platz haben.“ Mit der Aktion reagiert die Stadt Kassel auf das umstrittene Verbot der Uefa für das EM-Spiel zwischen Deutschland und Ungarn.

Reaktion auf UEFA-Entscheidung: „Kassel bekennt Farbe“ - Der Herkules in Regenbogenfarben

Am Mittwochabend erstrahlt der Herkules in Regenbogenfarben.

Update vom Mittwoch, 23.06.2021, 19.26 Uhr: Mit einer Facebook-Aktion reagiert auch die Stadt Kassel auf das umstrittene Verbot der Uefa für die Partie in München. Dort sollte die Arena bunt leuchten, um auf die Einschränkungen hinzuweisen, „die in Ungarn zu Lasten der Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender gegeben sind“, wie der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagt. Auf Facebook hat die Stadt ein Bild des Herkules in Regenbogenfarben gepostet, um „Farbe zu bekennen“. Kassel sei eine weltoffene, bunte und vielfältige Stadt, in der Intoleranz, Vorurteile und Diskriminierung keinen Platz haben!“, sagt der Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle.

Auch die großen heimischen Sportvereine MT Melsungen und Kassel Huskies posteten eindeutige Statements gegen Homophobie und für Gleichberechtigung. Der Fußball-Regionalligist KSV Hessen präsentierte ein T-Shirt mit dem Vereinslogo im Regenbogen-Design. Bei Facebook und Twitter zeigten viele Kasseler ebenso Flagge, indem sie ihr Porträtbild bunt gestalteten. Einer von ihnen ist Dirk Pörschmann, Leiter des Sepulkralmuseums. Er kritisierte nicht nur den Umgang der Uefa mit Menschenrechten: „Diese EM richtet sich immer mehr gegen die europäische Gesellschaft: Übervolle Stadien werden die Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus befördern und nun noch die Deckung der Untergrabung fundamentaler Werte der Europäischen Union. Es reicht.“

Der Herkules in Regenbogen-Farben: Mit dieser Facebook-Aktion will die Stadt Kassel „Farbe bekennen“.

„Kassel bekennt Farbe“ - Der Herkules in Regenbogenfarben

Erstmeldung vom Mittwoch, 23.06.2021, 16.44 Uhr: Kassel - Der Herkules erstrahlt aktuell in bunten Regenbogenfarben - allerdings nur auf der Facebook-Seite der Stadt Kassel. Mit der Aktion will die Stadt Farbe bekennen und sich gegen Diskriminierung positionieren.

„Wir sind eine weltoffene, bunte und vielfältige Stadt, in der Intoleranz, Vorurteile und Diskriminierung keinen Platz haben!“, sagt Christian Geselle, Oberbürgermeister für Kassel.

Kassel startet Facebook-Aktion – Herkules in Regenbogenfarben

Deutschlandweit werden heute viele Gebäude in Regenbogenfarben angestrahlt. Grund ist ein Verbot der Uefa für eine Beleuchtung des EM-Stadions in München anlässlich des heutigen EM-Spiels zwischen Deutschland und Ungarn. Für eine Beleuchtung des Herkules in Kassel wäre die Museumslandschaft Kassel (MHK) verantwortlich, für die Beleuchtung des Fridericianum in Kassel, das anlässlich der „Night of Light“ rot leuchtete, wäre die documenta und Museum Fridericianum gGmbH zuständig. Vor dem Rathaus hat die Stadt Kassel zusätzlich die Regenbogenflagge gehisst. Diese steht als Symbol für Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

Die Stadt München hatte bei der Uefa einen Antrag gestellt, die Arena des FC Bayern für das finale Vorrundenspiel zwischen Deutschland und Ungarn an diesem Mittwoch in Regenbogenfarben leuchten zu lassen. Das Verbot der Uefa wird heftig kritisiert. Hintergrund des Antrags ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt worden war. Die EU-Kommission hat am Mittwoch angekündigt wegen des umstrittenen Gesetzes gegen Ungarn vorzugehen. (sne)

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