OB Hilgen berichtet von Gewerbesteuer-Rekord 2010: 160 Millionen Euro

Neujahrsempfang im Rathaus: In Kassel geht es weiter aufwärts

Kassel. Die Mitteilung einer richtig guten Nachricht hatte sich Oberbürgermeister Bertram Hilgen für seine Ansprache zum Neujahrsempfang am Samstagnachmittag aufgehoben: Es war die „sehr erfreuliche Entwicklung der Gewerbesteuer“.

Zuletzt seien Jahr für Jahr Rekordergebnisse erzielt worden. Die Bilanz des zurückliegenden Jahres aber habe alle Erwartungen übertroffen. „2010 konnte die Stadt 160 Millionen Euro Gewerbesteuer einnehmen“, lautete die exklusive Neuigkeit aus dem Mund des OB. Im Rekordjahr 2008 waren es 143 Millionen Euro.

Neujahrsempfang der Stadt Kassel im Rathaus

Robuste Wirtschaft

Daran zeige sich die gute und robuste wirtschaftliche Situation in Kassel. Selbst auf dem Höhepunkt der Krise im Jahr 2009 habe Kassel nur einen Rückgang von zehn Prozent Gewerbesteuer verzeichnet. Bundesweit seien es im Schnitt 20 Prozent gewesen. Zu dieser positiven Entwicklung hätten auch die Konjunkturprogramme von Bund und Land beigetragen. Mit dem Schwerpunkt Schulsanierung ist in Kassel ein Großteil des 60-Millionen-Euro-Programms bereits abgearbeitet.

Überhaupt hatte Hilgen den 1200 Gästen im Rathaus viel Positives zu berichten: So wächst die Bevölkerung Kassels gegen den Trend in Nordhessen. In den vergangenen zwölf Monaten stieg die Einwohnerzahl um 900 Menschen auf 193 140. Selbstläufer seien die guten wirtschaftlichen Nachrichten nach Einschätzung Bertram Hilgens allerdings nicht. „Aus der deutlichen Botschaft, dass Kassel ein starker Standort ist, erwächst zugleich die Verpflichtung, Weichen für die Zukunft zu stellen“, sagte er.

Der Oberbürgermeister nannte als Beispiel die umstrittene Entwicklung des Langen Feldes zu einem Gewerbegebiet. Eckpunkte seien auch, dass das Bundesverwaltungsgericht grünes Licht für den Lückenschluss der A 44 gegeben und die Europäische Union den Weg für Kassel-Calden frei gemacht habe. Das waren auch Stichworte für Ministerpräsidenten Volker Bouffier, der sich mit seiner Rede der Neujahrsbegrüßung Hilgens anschloss. Es sei ein begründeter Optimismus, den Hilgen verbreite, sagte er. Bouffier strich zudem die „beste Arbeitslage“ seit 20 Jahren hervor und mahnte gleichzeitig davor, den kommenden Generationen Schuldenberge zu hinterlassen. In einer Volksabstimmung werde ebenfalls am 27. März, wenn die Kommunalwahlen anstehen, darüber abgestimmt, ob in die hessischen Verfassung eine Schuldenbremse aufgenommen werden soll. (tos/chr)

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