Großauftrag für Rheinmetall

Auftrag im zweistelligen Millionen-Bereich: Niederländer lassen Panzer  in Kassel modernisieren

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Die niederländischen Streitkräfte haben Rheinmetall mit der zweiten Phase der Modernisierung ihrer Bergepanzer-3-Büffel-Flotte beauftragt. Der Großteil der Arbeiten wird am Kasseler Standort durchgeführt. 

Großauftrag für den Rüstungskonzern Rheinmetall: Die niederländischen Streitkräfte lassen ihre Panzer reparieren und modernisieren. Die Remontierung erfolgt in den Niederlanden.

  • Rheinmetall erhält Auftrag im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich
  • Standort Kassel repariert und modernisiert, während die Panzer im niederländischen Standort remontiert werden
  • Rheinmetall ermöglicht längere Nutzungsdauer und breitere Einsatzmöglichkeiten

Die niederländischen Streitkräfte haben das Düsseldorfer Unternehmen mit der zweiten Phase der Modernisierung ihrer Bergepanzer-3-Büffel-Flotte beauftragt. Ein Großteil der Arbeiten und des Auftragsvolumens im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich entfällt auf das Kasseler Werk.

Wie Rheinmetall mitteilte, folgt die Phase 2 auf den ersten Auftrag der Niederländer aus dem April. Damals war Rheinmetall mit der Modernisierung von vier Bergepanzern des Typs Büffel beauftragt worden.

Reparaturen und Modernisierungen: Rheinmetalls nächster großer Auftrag

Jetzt soll der Rüstungskonzern 21 weitere der Fahrzeuge der niederländischen Streitkräfte auf einen komplett neuen technologischen und taktischen Stand bringen.

Die Arbeiten beginnen dem Unternehmen zufolge ab sofort. Sie werden an den Standorten Kassel und imniederländischen Ede durchgeführt, wobei der Großteil der Überarbeitung und Instandsetzung mit Befundung, Umrüstung, Schweißarbeiten, Lackierung und Abnahmen im hiesigen Werk stattfindet.

Die Fahrzeuge werden dabei vollständig grundüberholt und auf ein neues digitales Bedienkonzept umgestellt. Zudem werden moderne Sichtmittel sowie ballistischer und Minenschutz eingerüstet und die Panzer werden mit neuen Gefechtsfeldbergeeinrichtungen und Universaltrageplattformen ausgestattet.

Remontierung erfolgt nicht am Standort Kassel, sondern in den Niederlanden

Hinzu kommen technische Dokumentation, Ausbildung und weitere Serviceleistungen. In den Niederlanden werden die in Kassel überarbeiteten Fahrzeuge dann remontiert.

Durch die Arbeiten wird die Nutzungsdauer der Fahrzeuge laut Rheinmetall bis zum Jahr 2040 verlängert und deren Fähigkeiten signifikant erweitert. So böten die neuen Schutzmaßnahmen am und im Panzer der Besatzung ein Höchstmaß an Sicherheit vor den Bedrohungen auf den heutigen Gefechtsfeldern.

Die neuen Sichtmittel und digitalen Bedienelemente und Führungssysteme unterstützten die Besatzung bei der Auftragserfüllung. Die neue Gefechtsfeldbergeeinrichtung steigere den taktischen Einsatzwert.

Längere Nutzungsdauer und breitere Einsatzmöglichkeiten

Sie wird von der Fahrzeugvorderseite an das Heck verlagert. Damit ist es möglich, die gepanzerten Gefechtsfahrzeuge des niederländischen Heeres wie etwa den Boxer, die Panzerhaubitze 2000 und den Brückenleger Leguan im Schadensfall unter Schutz anzukoppeln und in Vorwärtsfahrt mit zügiger Geschwindigkeit vom Gefechtsfeld zu bergen.

Mit der neuen flexiblen Universalplattform auf dem Fahrzeugheck kann der Büffel beispielsweise weitere Ausrüstung zum Bergen anderer Fahrzeuge mitführen.

AmKasseler Rheinmetall-Standort sind aktuell rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt.

Rheinmetall profitierte bereits mehrfach von der Zusammenarbeit mit verschiedenen Streitkräften. So wurde im Oktober 2019 ein 300-Millionen-Euro-Auftrag zur Modernisierung des ungarischen Heeres bekannt.

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