Kassel investiert 16 Millionen Euro aus dem Digitalpakt

Schnelles Internet für Schulen

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Ulrike Gote

Jetzt kann die flächendeckende Ausstattung Kasseler Schulen mit schnellem Internet losgehen: Über 16,2 Millionen Euro werden in Kassel bis 2024 in Infrastrukturmaßnahmen und in die Umsetzung des sogenannten Digitalpakts fließen. Der Eigenanteil der Stadt beträgt 2 Millionen Euro.

Kassel - Konkret bedeutet das: Alle Kasseler Schulen werden an Glasfaserkabel angeschlossen und allen Räume werden mit W-LAN und LAN (einem räumlich begrenzten lokalen Netzwerk) versorgt sein.

Hintergrund: Bereits vor einem Jahr haben die Bundesregierung und der Bundestag angekündigt, den Digitalpakt und damit die Digitalisierung allgemeinbildender Schulen mit insgesamt fünf Milliarden Euro zu fördern. Weil Schulen aber Ländersache sind, musste dafür eine Gesetzesänderung herbeigeführt werden. So kam es zu einer Verzögerung. Nach Unterzeichnung aller Länder und von Anja Karliczek, der Bundesministerin für Bildung und Forschung, trat die „Verwaltungsvereinbarung Digital“ im Mai in Kraft.

Hessen hat den Etat mit weiteren Millionen aus dem Landeshaushalt aufgestockt. Die mit dem Bund vereinbarte Eigenbeteiligung wurde von 10 auf 25 Prozent erhöht. Damit stehen in Hessen für den Zeitraum von fünf Jahren 500 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderrichtlinien liegen in Kassel seit Anfang Dezember vor. „In fünf Jahren soll die Umsetzung auch in Kassel komplett abgeschlossen sein“, sagt Stadtsprecher Claas Michaelis.

Die ersten 16 Schulen werden in den nächsten drei Monaten mit Internet versorgt sein. Um welche Schulen es sich handelt, richte sich danach, wo die Arbeiten für die Glasfaser-Anschlüsse im Stadtgebiet schon abgeschlossen und damit die Voraussetzungen für ein schnelles Netz in Gigabit-Geschwindigkeit gegeben sind, etwa an der Albert-Schweitzer-Schule an der Kölnischen Straße.

Bis Ende 2021 soll dies der Fall sein. „Wir werden bei der Digitalisierung auf Teilhabegerechtigkeit achten und nicht nach dem Gießkannenprinzip einen festen Betrag pro Schüler ausgeben“, sagte dazu Dezernentin Ulrike Gote. 

Diese Schulen machen mit dem Internetzugang in Kassel den Anfang: Albert-Schweitzer-Schule, Arnold-Bode-Schule, Friedrichsgymnasium, Friedrich-Wöhler-Schule, Georg-August-Zinn-Schule, Jacob-Grimm-Schule, Luisenschule, Martin-Luther-King-Schule, Max-Eyth-Schule, Oskar-von-Miller-Schule, Paul-Julius-von-Reuter-Schule, Schule am Wall, Schule Königstor, Valentin-Traudt-Schule, Wilhelm-Lückert-Schule und das Wilhelmsgymnasium.

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