Deutlich mehr Fälle in der Stadt – Krankenhauszahlen stagnieren

Sieben-Tage-Inzidenz steigt in Kassel auf über 80

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In Kassel sind die Corona-Fallzahlen erneut deutlich gestiegen – und mit ihnen die Inzidenz. 

In Kassel sind die Corona-Fallzahlen erneut deutlich gestiegen – und mit ihnen die Inzidenz. Fragen und Antworten zu diesem Thema und zur Corona-Impfung.

Wie haben sich die Fallzahlen in Kassel und im Landkreis entwickelt? Der Anstieg der Zahlen setzt sich fort. Mit 57 neuen Fällen in der Stadt Kassel hat das Gesundheitsamt am Mittwoch eine sehr deutliche Zunahme verzeichnet. Im Kreis kamen 25 neue Coronafälle hinzu. Die Zahl der aktuell in Kassel Infizierten stieg um 42 auf nun 252. Im Kreis ist der Anstieg nicht ganz so steil: Dort sind derzeit 200 Menschen infiziert – das sind 18 mehr als am Dienstag.

Ist auch die Zahl der Corona-Patienten gestiegen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen? Nein. Zwölf der derzeit Infizierten mussten am Mittwoch in einer Klinik behandelt werden. Das ist ein Patient weniger als am Vortag. Vier dieser Patienten mussten intensivmedizinisch betreut werden – ihre Zahl veränderte sich im Vergleich zum Vortag nicht.

Wie sieht die Entwicklung bei der Sieben-Tage-Inzidenz aus? Die Inzidenz ist in der Stadt erneut deutlich gestiegen. Der Wert, der die Zahl der Infizierten in den letzten sieben Tagen pro 100 000 Einwohner angibt, lag laut dem Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen am Mittwoch bei 82,1. Am Tag zuvor wurde er noch mit 70,7 angegeben. Im Landkreis ist die Inzidenz unterdessen gesunken: von 50,7 am Dienstag auf 46,9 am Mittwoch.

Was passiert, wenn die Inzidenz die 100er-Marke überschreitet? Die 3G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete) wird noch mal ausgeweitet, wenn die Inzidenz über 100 steigt. Die 3G-Regel gilt dann auch draußen in Freizeit- und Kultureinrichtungen, beim Amateursport und auch in der Außengastronomie. Es gibt dann wieder eine 10-Personen-Kontaktbeschränkung für Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene. Im Einzelhandel sind wieder Quadratmetervorgaben einzuhalten. Außerdem wird die Maskenpflicht ausgeweitet: In der Schule gilt sie dann auch am Sitzplatz. Das Personal in Alten- und Pflegeheimen, bei körpernahen Dienstleistungen und Fahrgäste im ÖPNV müssen wieder FFP2-Masken tragen. Veranstaltungen sind bei einer Inzidenz über 100 wieder bereits mit mehr als 200 (draußen) beziehungsweise 100 (drinnen) Teilnehmern genehmigungspflichtig. Geimpfte und Genesene zählen allerdings nicht mit. Zudem gibt es eine Homeoffice-Empfehlung.

Bald schließt das Kasseler Impfzentrum dauerhaft. Bis wann kann ich mich dort noch erstimpfen lassen? Noch bis Anfang September geht das kostenlos und ohne vorherige Terminvereinbarung. Am Donnerstag, 2. September, sind letztmalig Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna möglich, da der Abstand zur Zweitimpfung laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) mindestens vier Wochen betragen soll. Für die Erstimpfungen mit dem Wirkstoff von Biontech wird ein Abstand von mindestens drei Wochen zwischen den Impfungen empfohlen. Letzte Erstimpf-Termine gibt es dadurch am Donnerstag, 9. September. Den zweiten Piks gibt es dann am 30. September. Das ist gleichzeitig der letzte Betriebstag des Impfzentrums. Danach wird das Zentrum laut Stadt Kassel nach einem Einsatzbefehl des Landes Hessen geschlossen und zurückgebaut.

Was ist, wenn ich nicht ins Impfzentrum kommen kann? Die Stadt bietet immobilen Personen, die ihren Wohnort in Kassel haben, individuelle Lösungen an. Betroffene können sich unter der Telefonnummer 0561/787 91 91 beim Impfzentrum melden. (Marie Klement)

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