SPD und Grüne ringen um Zukunft der Bäder

Das sind die Baustellen der Kasseler Politik

Umstrittene Unterführungen: Der Umbau der Altmarkt-Kreuzung soll nach dem Hessentag beginnen. 3,9 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Archivfoto:  Koch

Kassel. Wann gibt es endlich mal eine Entscheidung zur Zukunft der Kasseler Freibäder? Was wird aus der Eissporthalle und aus dem Salzmann-Gelände? Sollte die Altmarkt-Kreuzung nicht irgendwann mal umgebaut werden?

Es gibt eine ganze Reihe von Großprojekten, die seit Jahren diskutiert werden und nicht so recht vorankommen. Was die Kommunalpolitik neben den Feiern zum 1100. Stadtgeburtstag und dem Hessentag noch leisten sollte und welche konkreten Termine es gibt, haben wir aufgelistet.

Schwimmbäder

Zukunft ungewiss: Bis Ende März soll es eine Entscheidung zu den beiden Freibädern in Bad Wilhelmshöhe (Foto) und Harleshausen geben. Archivfoto:  Siemon

Noch kann niemand mit Gewissheit sagen, ob der geplante Eröffnungstermin für das kombinierte Hallen- und Freibad am Auedamm am 1. Mai eingehalten wird. Das hängt von den Baufortschritten über den Winter ab. Fest steht aber, dass bis Ende März eine Entscheidung über die Freibäder in Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe fallen soll. Eine Arbeitsgruppe mit den Fraktionsspitzen von SPD und Grünen hat sich bereits getroffen. Die soll ausloten, ob es auch für deutlich weniger als die bislang diskutierten zehn Millionen Euro eine Lösung gibt. Beide Bäder sollen zumindest so weit fit gemacht werden, dass sie im Frühjahr noch mal öffnen können. Was danach kommt? Wenn die Sanierung nicht ganz so teuer wird, haben die Bäder eine Chance.

Altmarkt-Kreuzung

Umstrittene Unterführungen: Der Umbau der Altmarkt-Kreuzung soll nach dem Hessentag beginnen. 3,9 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Archivfoto:  Koch

Mit drei Jahren Verzögerung soll die Altmarkt-Kreuzung doch noch umgebaut werden. Weil die Unterführungen wegfallen und durch Fußgängerüberwege ersetzt werden sollen, war der Umbau umstritten. Zudem war es dem früheren Baudezernenten Dr. Joachim Lohse (Grüne) nicht gelungen, eine Finanzierungslücke von 300 000 Euro zu schließen. Nach dem Hessentag im Juni soll es nun losgehen. Der Umbau ist mit 3,9 Millionen Euro veranschlagt. 80 Prozent der Kosten übernimmt das Land.

Salzmann

Industriedenkmal vor dem Umbau: In zwei Jahren sollen bei Salzmann 350 städtische Mitarbeiter einziehen. Archivfoto:  Malmus

Das Ziel ist klar, doch der Weg dahin recht holprig: Ab dem Jahr 2015 sollen etwa 350 städtische Mitarbeiter neue Büros auf dem Salzmann-Gelände in Bettenhausen beziehen. Noch ist der Mietvertrag zwischen der Stadt und dem Investor Dennis Rossing nicht unterzeichnet. Die Verwaltung will 10.000 Quadratmeter Bürofläche für die Dauer von 25 Jahren anmieten. Zuletzt gab es Unstimmigkeiten über den Umgang mit den Altlasten auf dem Grundstück. Am Montag, 21. Januar, beschäftigt sich der Magistrat der Stadt Kassel mit dem Mietvertrag. Angeblich steht einer Unterschrift nichts mehr im Wege. Trotz der Verzögerung um mehrere Monate soll der Umbauplan für das historische Fabrikgebäude eingehalten werden.

Eissporthalle

Der Mietvertrag zwischen Halleneigner Simon Kimm und Huskies-Sponsor Dennis Rossing läuft im April aus. Nachdem der Kaufvertrag geplatzt ist, will Kimm die Halle wieder selbst betreiben. Die Halle als Heimstatt der Huskies bleibt ein Sorgenkind, die Kommunalpolitik kann hier nur vermitteln.

Blitzer

Seit November außer Betrieb: Der Blitzer an der Wegmannstraße (Jungfernkopf). Foto:  Koch

Seit November vergangenen Jahres sind die Blitzer, die an fünf Stellen in der Stadt für mehr Sicherheit sorgen sollen, abgestellt. Ob die von Gutachtern bemängelten technischen Defizite durch Nachrüstungen behoben werden können, ist weiter offen.

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