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Verstärkung für die Stadtpolizei Kassel - Dritte Dienstgruppe wird eingerichtet

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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Im Einsatz: Mit einem Großaufgebot kontrolliert die Stadtpolizei im vergangenen Jahr die Einhaltung der Coronavirus-Abstandsregeln unter anderem am Rudolphsplatz.
Im Einsatz: Mit einem Großaufgebot kontrolliert die Stadtpolizei im vergangenen Jahr die Einhaltung der Coronavirus-Abstandsregeln unter anderem am Rudolphsplatz. © Andreas Fischer

Die Kasseler Stadtpolizei hat eine dritte Dienstgruppe bekommen. Die Dienstzeiten der Stadtpolizei sind ausgeweitet worden.

Kassel – Als im vergangenen Jahr viele Clubs wegen Corona geschlossen hatten, da verlagerte sich das Partyleben nach draußen. Insbesondere auf der Friedrich-Ebert-Straße und auf dem „Platz der elf Frauen“ feierten viele Menschen bis in die frühen Morgenstunden. Zum Ärger der Anwohner, die keinen Schlaf fanden. Immer wieder wurde die Stadtpolizei alarmiert, um für Ordnung zu sorgen. Allerdings hatte die um Mitternacht Feierabend.

Auf dieses Defizit hat die Stadt Kassel jetzt reagiert: Es wurden 13 neue Stellen geschaffen, sodass es jetzt insgesamt 39 Stellen für Stadtpolizisten gibt. Durch die neuen Stellen habe man eine dritte Dienstgruppe bilden können. Das hat zur Folge, dass die Dienstzeiten der Stadtpolizei ausgeweitet werden können.

Stadtpolizei Kassel: Mehr Präsenz an den Wochenenden geplant

Insbesondere an den Wochenenden werde die Präsenz der Ordnungskräfte in den Nachtstunden verstärkt nachgefragt, heißt es von der Stadt. Durch die Ausweitung des Schichtmodells sollen zukünftig auch Einsatzzeiten bis in die frühen Morgenstunden abgedeckt sein. Was diese Aufstockung von 13 Stellen kostet, darüber gibt die Stadt Kassel keine Auskunft.

Während die Verfolgung von Straftaten in den originären Zuständigkeitsbereich der Landespolizei falle, sei die primäre Aufgabe der Stadtpolizei die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, so Ordnungsdezernent Dirk Stochla. Es gehe in erster Linie um Ordnungswidrigkeiten. Dazu zählen Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie vorwerfbares Verhalten im Gewerberecht und des Jugendschutzes. Darüber hinaus würden Ruhestörungen, die Vermüllung von öffentlichen Plätzen verfolgt und Platzverweise erteilt. Zu den Aufgaben der Stadtpolizisten gehörten auch Kontrollen im Bereich der Trinker- und Drogenszene sowie die Sicherstellung von gefährlichen Hunden.

Stadtpolizei Kassel arbeitet eng mit Landespolizei zusammen

Die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten erfolgt im engen Austausch mit der Landespolizei, so Stochla. Auch die Einsatzbereiche bei Veranstaltungen und Versammlungen oder mehreren Einsatzlagen würden in Zusammenarbeit mit der Landespolizei abgestimmt.

Durch die Verstärkung der Stadtpolizei und Ausweitung der Dienstzeiten werde die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt- und Landespolizei nochmals intensiviert, so Matthias Mänz, Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen. Gerade bei der Bewältigung von Problemen unterhalb der Strafbarkeitsgrenze, die häufig aber das Sicherheitsgefühl der örtlichen Bevölkerung beeinträchtigen, würden sich beide Behörden zukünftig noch besser gegenseitig unterstützen können. Dies komme dem gemeinsamen Ziel der Stadt Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen, für die Sicherheit der Bürger zu sorgen, zugute.

Mit der personellen Verstärkung der Stadtpolizei komme man dem gestiegenen Bedürfnis nach mehr Ordnungskräften nach, die seitens der Bürger sowie aus den Ortsbeiräten an die Stadt herangetragen worden seien, so Oberbürgermeister Christian Geselle.

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Erreichbarkeit der Stadtpolizei Kassel

Die Stadtpolizei ist über die Leitstelle des Ordnungsamtes erreichbar. Unter Tel. 0561/787-3061 sind die Stadtpolizisten montags von 6.30 Uhr bis 22 Uhr und dienstags bis samstags durchgängig zu erreichen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist die Erreichbarkeit bis Sonntagmorgen 6 Uhr gewährleistet. Nach 6 Uhr ist die Stadtpolizei an Sonn- und Feiertagen nicht zu erreichen. Ausnahmen davon bilden besondere Einsatzlagen wie große Veranstaltungen, zu den rechtzeitig über die Erreichbarkeit informiert wird. (Ulrike Pflüger-Scherb)

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