Zwei Plätze sollen neu gestaltet werden

Wehlheiden: Georg-Stock-Platz, Wehlheider Platz und Jugendräume -  Ideen der Bürger sind gefragt

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Zwei zentrale Plätze Wehlheidens: Sowohl für den Wehlheider Platz als auch für den Georg-Stock-Platz werden Ideen zur Umgestaltung gesucht. Für beide Projekte gibt es Geld vom Land und der Stadt.

Der Stadtteil Wehlheiden nimmt an Städtebauförderprogramm teil. Bürger sollen sich aktiv bei der Gestaltung ihres Quartiers einbringen. 400.000 Euro stehen zur Verfügung.

Der Stadtteil Wehlheiden hat Entwicklungspotenzial – darum wurde er jetzt ins Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren in Hessen“ (früher „Aktive Kernbereiche“) aufgenommen. Bis 2030 können Wehlheider Bürger die Entwicklung ihres Quartiers aktiv mit voranbringen. Katja Block vom Stadtplanungsamt und Stadtbaurat Christof Nolda erläuterten dem Ortsbeirat Wehlheiden während dessen jüngster Sitzung das Vorhaben.

290.000 Euro gibt es vom Land Hessen, 110.000 Euro von der Stadt. Jährlich muss ein Förderantrag gestellt werden. Vor Ort sollen Wehlheider sich zusammenfinden, „Partnerschaften“, Interessen- und Arbeitsgruppen sowie Organisationsteams bilden. Ortsbeirat sowie Kirmesgesellschaft, Wohnungsbaugenossenschaft, Marktgemeinschaft, Senioren, Awo, Uni sowie die Jugendräume Wehlheiden sollten zum Beispiel mitmachen. Ein Planungsbüro vor Ort übernimmt Management und Organisation des Fördergebiets.

Wehlheiden: Bürger sollen aktiv werden

Drei Vorhaben hat die Stadt dabei auf der Agenda: Im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs sollen für 100.000 Euro die Gestaltungsmöglichkeiten für den Georg-Stock-Platz ermittelt werden. Eine Machbarkeitsstudie für den Wehlheider Platz ist mit 40.000 Euro veranschlagt, und für die Standortsondierung und Zukunftsperspektiven der Jugendräume Wehlheiden will man 50.000 Euro ausgeben. 

Die Bürger sollen aktiv werden und sich an der künftigen Gestaltung und Entwicklung ihres Quartiers beteiligen, wünscht man sich. Ideen und Vorschläge, auch für einen Bürostandort, mögen sie bis Ende März an Ortsvorsteher Norbert Sprafke schicken, der sie weiterleiten wird.

Frage der Gestaltung ist noch offen

Seitens des Ortsbeirats wollte man wissen, ob die Gestaltungsfrage für den Georg-Stock-Platz ergebnisoffen sei, ob der Platz auch unbebaut bleiben könne. Es müsse gebaut und insgesamt eine städtebauliche Lösung her, betonte Nolda. „Der Stock-Platz sollte nicht so bleiben, wie er ist“, stellte er klar. Der Stock-Platz könne durch Gestaltung nur gewinnen, an der „Brandwand“ etwa könnte gut ein Haus stehen.

Auch die Drusel wieder schiffbar zu machen, wie sie es einst war, könnten ein Projekt und eine Chance für Wehlheiden sein, regte Sprafke nicht ohne Augenzwinkern an. Zum Auftakt des Vorhabens soll auf der Wiese am Heimbach ein Baum gepflanzt werden. Die Aktion ist für den 31. März, 13 Uhr, geplant. Der Ortsbeirat nahm die Ausführungen zur Kenntnis.

Geld für Gedenken

Die Dispositionsmittel werden wie folgt verteilt: Vom Geld zur Pflege der örtlichen Gemeinschaft stellt er 150 Euro für einen Kranz zum Gedenken an die Menschen, die als Opfer der Gestapo ihr Leben verloren, bereit.

40 Euro gehen an den ADAFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club), der die Bahnunterführung im Bereich Helleböhnweg mit Farbe optisch aufgehellt hat, damit vor allem Radfahrer besser gesehen werden.

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