Hunderte Teilnehmer werden erwartet

Kassel-Steig wird eröffnet - HNA-Wanderung am 21. April

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Herrliche Aussicht auf das Kasseler Becken: Der erste Rundblick bietet sich für die Wanderer auf dem Kassel-Steig bereits vom Herkules aus.

Kassel. Atemberaubende Weitblicke, geschichtliche Einblicke und Sehenswürdigkeiten, malerische Täler und besondere Naturerlebnisse - der Kassel-Steig lockt mit vielen Attraktionen.

Rechtzeitig zum endlich einsetzenden Frühling und zum 1100. Stadtjubiläum wird der einzigartige Panoramawanderweg rund um das Kasseler Becken am 14. April offiziell eröffnet. Eine Woche später, am Sonntag, 21. April, werden dann Hunderte Wanderfreunde den Kassel-Steig in Besitz nehmen: bei der großen HNA-Wanderung auf der ersten Kassel-Steig-Etappe vom Herkules nach Ahnatal-Weimar.

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14,4 Kilometer werden die in Gruppen aufgeteilten Teilnehmer bis zum Mittag zurücklegen. Dabei haben die Wanderführer des Hessisch-Waldeckischen Gebirgsvereins (HWGV) eine Reihe von Pausen eingeplant, um interessante Hintergründe zu erfahren und sich zu stärken.

Wer mitmachen möchte, sollte sich zwischen 8.15 Uhr und 9.25 Uhr am Besucherzentrum am Herkules einfinden. Die Wanderer können in der Zeit zwischen 7.57 und 9.15 mit dem E-Bus und der Bus-Linie 22 zum Herkules fahren.

Da sehr viele Teilnehmer erwartet werden, startet die erste Gruppe bereits um 8.15 Uhr, die letzte Gruppe wird um 9.30 Uhr in Richtung Weimar aufbrechen. „Wir hoffen auf gutes Wetter, um die tollen Aussichten zum Beispiel vom Dörnberg, aber auch ins Kasseler Becken genießen zu können“, sagt HWGV-Vorsitzender Dieter Hankel.

Der Experte empfiehlt gutes Schuhwerk und eventuell auch Wanderstöcke sowie einen mit Frühstücksproviant (ausreichend Getränke einpacken!) gefüllten Rucksack.

Ab 13 Uhr werden die ersten Gruppen, die in einem Abstand von 15 Minuten starten, auf dem Freizeitgelände am Bühl in Weimar erwartet. Dort endet die erste Etappe des Kassel-Steig.

Pächter Harald Schoenfeldt wird für Speisen und Getränke sorgen. HNA-Abonnenten erhalten gegen Vorlage der Bonus-Karte am HNA-Stand einen Gutschein für ein Freigetränk. Um den neuen Kassel-Steig zünftig zu feiern, ist auch ein kleines Rahmenprogramm unter anderem mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Ahnatal sowie der Beachvolleyballgruppe der SG Ahnatal, die zum Mitspielen einlädt, geplant. Auch Radio HNA ist mit einer Verlosung dabei. Weitere Unterstützer sind Kletterkogel und McTrek.

Den Heimweg können die Teilnehmer mit der Regiotram 4 ab 15.03 Uhr stündlich ab dem Bahnhof Weimar antreten. Ab 15.23 Uhr fährt der Regional-Express 4 zum Bahnhof Wilhelmshöhe. Ein Multiticket sollte man am besten bereits an den NVV-Vorverkaufsstellen erwerben.

Hoch hinauf auf den Dörnberg

Erste Etappe vom Herkules nach Weimar bietet grandiose Ausblicke

Es gibt wohl keinen besseren Ausgangspunkt für eine Wanderung rund um Kassel als den Herkules, das Wahrzeichen der Stadt und der Region. Hier startet am Sonntag, 21. April, auch die große HNA-Wanderung, um den ersten Abschnitt des Kassel-Steigs nach Ahnatal-Weimar zu erleben.

Hintergrund: Der neue Panoramawanderweg Kassel-Steig

Die Stadt Kassel mit einem Panoramawanderweg zu umrunden, war die Idee des Hessisch-Waldeckischen Gebirgsvereins anlässlich des 1100. Stadtjubiläums. So wurde ein rund 157 Kilometer langer Wanderweg rund um das Kasseler Becken ausgewiesen.

Er ist das Gemeinschaftswerk von Aktiven des Hessisch-Waldeckischen Gebirgsvereins. Mit einem Höhenunterschied von insgesamt 3008 Metern ist der Kassel-Steig ein durchaus anspruchsvoller Wanderweg. Dieser beginnt und endet am Herkulesplateau und bietet an 70 Aussichtspunkten Rund- und Weitblicke, zum Teil bis zu 100 Kilometer weit.

Sämtliche Start- und Endpunkte der 12 Etappen können mit Bus und Bahn erreicht werden. Der Weg ist an fast 40 Haltestellen im Kassel-Plus-Bereich angebunden. Elf Wandertafeln am Wegrand informieren über geschichtliche Themen.

Die ersten 2500 Exemplare des Wanderführers „Kassel-Steig“ (ISBN 978-3-86973-064-6) sind bereits vergriffen, demnächst ist er aber wieder im Buchhandel für 10 Euro erhältlich. (hei/kri)

Die 14,4 Kilometer lange Wanderstrecke ist durchaus anspruchsvoll, geht es doch quer durch den Naturpark Habichtswald unter anderem hinauf zum Dörnberg.

Und diese Wanderung verspricht nicht nur ein besonderes Naturerlebnis, sondern auch viele geschichtliche Ausflüge. Auf den imposanten Herkules und die darunter liegenden Kaskaden als Krönung des barocken Bergparks sei an dieser Stelle einmal nicht eingegangen. Immer wieder trifft man auch auf Zeugnisse des Bergbaus im Habichtswald wie den Silbersee, der nach dem Ende des Basaltabbaus entstanden ist.

Auf dem mit den blau-weißen Wegzeichen markierten Wanderweg gibt es auch die Reste der Igelsburg (früher Engelsburg) zu entdecken, die schon um 1200 von den Junkern von Dörnberg verlassen worden war.

Nach einer Frühstückspause mit Blick aufs Warmetal sind genügend Kräfte für den Aufstieg über den Serpentinenweg zum Dörnbergplateau (579 Meter) gesammelt. Grandiose Aussichten auch auf bizarre Felsen und die besondere Landschaft, die zum Teil an das Allgäu oder die Schwäbische Alb erinnert, sind der Lohn für den Aufstieg.

Ziel des weiteren Weges ist der ehemalige Basaltabbruch Bühl bei Weimar, der mit seinem versteckten Natursee heute ein beliebtes Freizeitgebiet ist. Dieser Ort ist übrigens als Fundstelle für sehr seltenes gediegenes Eisen über die Region bekannt geworden. Zum Erholen nach einer erlebnisreichen Wanderung ist der Bühl ideal. (hei)

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