Stichtag versäumt - Hotline überlastet

Ablesung der Wasserzähler: 18.000 Haushalte ohne Zahlen - Müssen sie Konsequenzen fürchten?

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Sollten Ende Dezember abgelesen werden: Die Wasseruhren.

In Kassel und Vellmar haben 18.000 Haushalte die Frist zum Nachweis der aktuellen Stände ihrer Wasserzähler verpasst. Müssen sie nun Konsequenzen fürchten?

  • Telefonhotline ist aktuell überlastet
  • Probleme bei der Durchgabe der Ablesedaten in Kassel und Vellmar
  • Sanktionen und Konsequenzen für Haushalte noch unbekannt
  • Neue und höhere Gebühren für Kasseler und Vellmarer Haushalte

Mehr als 50.000 Haushalte in Kassel und Vellmar waren Anfang Dezember aufgefordert worden, zum 31. Dezember 2019 ihren Wasserzähler abzulesen. Bis gestern lief die Frist zur Übermittlung der Daten und noch steht von 18.000 Haushalten eine Rückmeldung aus.

Nun will die Stadt die Betroffenen noch einmal an ihre Pflicht erinnern. „Wir gehen davon aus, dass wir dann die ausstehenden Rückmeldungen noch bekommen werden“, so ein Stadtsprecher.

Online-Übermittlung streikt? Probleme bei der Durchgabe der Ablesedaten in Kassel und Vellmar

Weil die Stadt zum 1. Januar 2020 ein neues Gebührenmodell eingeführt hat – wodurch sich das Trinkwasser verteuert – werden die aktuellen Zählerstände benötigt. Die Übermittlung der Daten ist auf dem Online-Weg, postalisch oder telefonisch möglich.

Mehrere HNA-Leser hatten berichtet, dass es Probleme bei ihrer Online-Übermittlung gegeben habe. Die Stadt spricht hingegen von „vereinzelten Beschwerden“. Selbst in der Silvesternacht, als Tausende Kunden ihre Daten geschickt hätten, habe das System durchgängig funktioniert, so ein Stadtsprecher.

Lediglich am 2. Januar sei die Telefonhotline wegen der vielen Anrufer überlastet gewesen. Allerdings ist dieses Problem zurzeit wieder aktuell. Das neue Verfahren zur Wasserzählerablesung macht einige Kunden trotzdem wütend.

Sanktionen und Konsequenzen für Kasseler und Vellmarer Haushalte noch unbekannt

Bis gestern hatte die Stadt 64 Prozent der Zählerstände erfasst. Zudem lägen noch schriftliche und telefonische Übermittlungen vor, die noch nicht ins System eingepflegt worden seien, so der Rathaussprecher weiter. Dadurch werde sich die Rückläuferquote weiter erhöhen.

Wer seine Zählerdaten nicht bis zum 13. Januar 2020 mitteilt, soll Ende Januar von den Städtischen Werken eine weitere Erinnerung erhalten. Über Sanktionen oder Konsequenzen für Haushalte, die der Aufforderung nicht nachkommen, denkt die Stadt aktuell noch nicht nach.

Bitte nicht füttern: Kinderbuch von Kassel-Wasser

Stichtag versäumt? Städtische Werke in Kassel

Weil zum Stichtag über 50.000 Wasserzähler abgelesen werden mussten, war es nicht möglich, dies durch Ableser der Städtischen Werke erledigen zu lassen. Wie die HNA berichtete, wurde die Trinkwassergebühr zum 1. Januar 2020 erhöht.

Zwar sinkt die Verbrauchsgebühr, dafür steigen die Grundgebühren. Wie teuer wird nun das Wasser in Kassel, fragen sich die Betroffene. Wie stark der Einzelne von der Erhöhung betroffen ist, hängt von den Wohnverhältnissen ab.

Seit dem 1. Januar 2020 setzt sich die Trinkwassergebühr für Kassel und Vellmar aus zwei Grundgebühren und einer Verbrauchsgebühr zusammen. Die Verbrauchsgebühr beträgt 1,98 Euro pro Kubikmeter (früher: 2,14 Euro).

Neue und höhere Gebühren für Kasseler und Vellmarer Haushalte

Dafür gilt eine höhere Z ählergebühr von zumeist 30 Euro im Jahr (früher 20 Euro) und eine neue Bereitstellungsgebühr, die je nach Zahl der Wohnungen in einem Haus zwischen 96 Euro (Einfamilienhaus) und 58 Euro jährlich (10 Parteien und mehr) liegt.

Service: Die Übermittlung der Wasserstände ist auf dem Online-Weg mit QR-Code oder Web-Passwort möglich (beides auf dem Anschreiben zu finden). Aber auch telefonisch (0561/ 57 45 29 79) oder per Brief: Städtische Werke Netz+Service GmbH, Königstor 3-13, 34117 Kassel

Der Wasserzähler macht, was er will

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