Klares Votum

Studenten wollen Konrad behalten und mehr zahlen

Kassel. Die Studenten der Kasseler Universität wollen Konrad - auch wenn die Nutzung für sie künftig teurer wird. 93 Prozent stimmten während einer Vollversammlung für den Erhalt des Fahrradverleihsystems unter den neuen Konditionen.

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Bisher zahlten die Studenten mit ihrem Semesterticket einen Euro pro Halbjahr für Konrad, künftig sind es drei Euro. Dafür könnten sie die Leihräder beliebig oft 60 Minuten nutzen – also eine Viertelstunde länger als bisher. Zudem sieht der neue Kooperationsvertrag zwischen dem Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) und der DB Rent, als neuem Betreiber des Systems die Einrichtung von drei neuen Verleihstationen bis Mitte 2013 vor. Folgt die DB Rent den Vorschlägen des Asta, entstehen diese an der Hegelsbergstraße, am Hauptfriedhof und im Wesertor.

Wegfallen soll hingegen die bisher gewährte Fünf-Minuten-Toleranz. Fortan sollen die Nutzer bei Überschreitung der Leihzeit ab der ersten Minute Gebühren zahlen müssen. Lea Heidbreder, Vorsitzende des Asta, wies darauf hin, dass bereits viertelstündlich 50 Cent anfallen könnten. Bisher waren es pro angefanger halber Stunde 50 Cent. Die Regelung der neuen Tarife ist jedoch nicht Bestandteil des Vertrages zwischen der DB Rent und der Studierendenschaft.

Kritik kam aus Reihen der Studenten, die am Standort Witzenhausen studieren. Sie sollen über die Gebühren für ihre Semestertickets Konrad mitfinanzieren, ohne das Angebot uninah nutzen zu können. In Witzenhausen gibt es bisher keine Verleihstation.

Vor der Abstimmung hatte Heidbreder den Studenten den Kooperationsvertrag vorgestellt. Die DB Rent will Konrad ab 2013 weiter betreiben. Bedingung dafür ist, dass alle entstehenden Kosten über Vorverträge gedeckt sein müssen. Etwa ein Drittel sollen nach derzeitigen Planungen die Kasseler Studenten decken.

Von den 22 300 Kasseler Studenten waren im Oktober 6670 für Konrad registriert. Sie stellen damit die größte Gruppe der Konrad-Nutzer.

Das in der Vollversammlung gewonnene Meinungsbild gibt der Asta an das Studierendenparlament weiter. Dessen Vertreter stimmen am kommenden Mittwoch bindend über die mögliche Kooperation ab.

Von Lasse Deppe

Rubriklistenbild: © Archivbild Fischer

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