Tag der Erde in Kassel

Umweltfest hat runden Geburtstag

Tag der Erde 2019 in der Ludwig-Mond-Straße
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Tag der Erde 2019 in der Ludwig-Mond-Straße

In Kassel feiert das Umweltfest „Tag der Erde“ runden Geburtstag. Erstmals setzt dieser Tag der Erde mit „Plastikfrei“ einen inhaltlichen Schwerpunkt.

Seit 1990, also seit 30 Jahren, wird in Kassel der Tag der Erde gefeiert. Zum runden Geburtstag hat sich der Verein Umwelthaus als Veranstalter die Wolfhager Straße als Standort ausgeguckt. So wird der Tag der Erde 2020 am Sonntag, 26. April, in den Gemarkungen von gleich drei Kasseler Stadtteilen – Harleshausen, Kirchditmold und Rothenditmold – stattfinden. Das kündigen Hubert Grundler als Vorsitzender des Vereins und Matthias Schäpers als Stellvertreter an. Bei der Vorbereitung der Großveranstaltung wird das Umwelthaus wie im Vorjahr von Kristina Gruber und Martina Keller, Inhaberinnen einer Beratungsfirma, unterstützt.

Der Standort

Das verbindende Element stellt diesmal die Wolfhager Straße dar. Die Festmeile soll sich auf der Hauptverkehrsstraße über etwa 1,2 Kilometer Länge erstrecken – und zwar von der Höhe Blumenäckerweg bis zur Maybachstraße. Wegen der Enge soll der Bereich unter den beiden Backsteinbrücken der „Drei Brücken“ ausgespart werden. Die Wolfhager wird auf Länge der Festmeile am Veranstaltungstag von etwa 7 bis 20 Uhr für den Verkehr gesperrt.

Der Schwerpunkt

Erstmals setzt dieser Tag der Erde mit „Plastikfrei“ einen inhaltlichen Schwerpunkt. Man spreche bewusst nicht von Motto, betont Schäpers. Einen Schwerpunkt sollen aber künftig alle Umweltfeste haben. Apropos plastikfrei: Standbetreiber sind nochmals aufgefordert, Mehrwegprodukte zu verwenden. Das Müllaufkommen beim Umweltfest solle so gering wie möglich gehalten werden.

Das Angebot

Die Organisatoren gehen davon aus, dass wieder bis zu 220 Standbetreiber, das ist das Maximum, beim Kasseler Tag der Erde dabei sein werden. Angekündigt werden Stände von Verbänden, Initiativen, Kulturgruppen und Anbietern ökologischer Produkte und Dienstleistungen. Informiert werden sollen Besucher unter anderem über ökologische, soziale, politische und kulturelle Themen. Wurst und Fleisch stehen übrigens auch bei diesem Umweltfest auf dem Index. Fisch soll es ebenfalls nicht mehr geben, berichtet Martina Keller: „Der Tag der Erde ist diesmal komplett vegetarisch.“

Die Finanzen

Nach Grundlers Angaben stehen im Haushalt der Stadt erneut 30.000 Euro für den Tag der Erde zur Verfügung. Das sei die Obergrenze. Die Veranstalter seien angehalten, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Einnahmen durch Standgebühren, Spenden und Sponsoren zu erzielen. 2019 habe man von den 30 000 Euro nur 18 000 benötigt, um das Defizit auszugleichen, erklärt Gruber. Die Kosten betrugen insgesamt rund 64 000 Euro. Davon wird auch dieses Jahr ausgegangen. Rund 3.200 Euro kamen 2019 bei der erstmaligen Bitte um Spenden der Besucher zusammen. Grundler: „Die Resonanz war durchweg positiv.“ Deshalb gibt es die Aktion auch am 26. April wieder.

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