1. Startseite
  2. Kassel

Kassel-Tipps nicht nur für Touristen: Neue Web-App navigiert durch die Stadt

Erstellt:

Von: Axel Schwarz

Kommentare

Auch für documenta-Gäste nutzbar: Zum Start der Kassel-App informierten von links oben: Hubert Henselmann (Kassel Marketing), Projektleiterin Lena Pfaar, unten: Regionalmanager Kai Georg Bachmann und Stadtbaurat Christof Nolda.
Auch für documenta-Gäste nutzbar: Zum Start der Kassel-App informierten von links oben: Hubert Henselmann (Kassel Marketing), Projektleiterin Lena Pfaar, unten: Regionalmanager Kai Georg Bachmann und Stadtbaurat Christof Nolda. © Axel Schwarz

Nicht nur für Kassel-Touristen ist interessant, was das gerade gestartete Online-Angebot „Visit Kassel“ an Informationen und Orientierungsmöglichkeiten bietet. Auch alle Stadtbewohner und anderen Nordhessen haben damit einen stets aktuellen Überblick über Kulturangebote, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und mehr in der Hosentasche.

Kassel – Was die Macher etwas sperrig als „Besucherinformations- und -leitsystem“ bezeichnen, ist eine Web-App, die man auf jedem Smartphone oder anderem internetfähigen Gerät ohne Download unter der Adresse visit.kassel.de aufrufen kann.

Damit verfügen Besucher wie Einheimische über ein „Eroberungswerkzeug“ für die documenta-Stadt, wie Aufsichtsratschef Christof Nolda von Kassel Marketing bei der Vorstellung des Angebots sagte. Für den Start und erste Feinjustierungen der Kassel-App soll laut Projektleiterin Lena Pfaar noch die Dauer der documenta fifteen mitgenommen werden, da sich derzeit viele Tausend auch internationale Gäste in der Stadt aufhalten.

Das Prinzip des virtuellen Kassel-Führers ist, dass er jeden Nutzer nach dessen individueller Interessenlage bedient oder leitet. So wird man beim App-Start als Erstes gefragt, ob man seinen Kassel-Besuch erst plant – dann bekommt man etwa Unterkünfte oder Sehenswürdigkeiten vorgeschlagen – oder ob man sich bereits in der Stadt befindet. Dann kann man sich auf einem Stadtplan zu den nächstgelegenen Attraktionen leiten lassen – aktuell auch zu allen Standorten und Veranstaltungen der documenta fifteen – und hat beispielsweise Direktzugriff auf die Fahrpläne der KVG. Zudem gibt es etliche Filtermöglichkeiten nach Vorlieben, Themen und Terminen.

Als ein Projekt des vor fünf Jahren erstellen städtischen Tourismuskonzepts wurde die Web-App von der Stadt Kassel in Auftrag gegeben und mit EU- und Landesmitteln gefördert. In Zusammenarbeit mit Kassel Marketing ist die technische und organisatorische Umsetzung beim Regionalmanagement Nordhessen angesiedelt.

Der Hintergrund: Über den Datenknoten der Grimm-Heimat-Nordhessen laufen alle Inhalte und Informationen von Partnern wie NVV, KVG, documenta, Dehoga und City-Kaufleuten ein und werden für die App aufbereitet, ohne dass diese Daten mehrfach angefasst werden müssen. Laut Regionalmanager Kai Georg Bachmann wird sich das ab dem kommenden Jahr als Vorteil erweisen, denn nach dem Start in Kassel solle die App-Plattform nach und nach auf weitere Gebiete der nordhessischen Tourismusregion ausgeweitet werden – auch dort mit Informationen stets nach individuellem Bedarf.

Laut Hubert Henselmann, Tourismus-Bereichsleiter bei Kassel Marketing, ist es der Anspruch, in der Kassel-App „nicht nur die dauerhaften Kultureinrichtungen“ vorzustellen, sondern auch temporäre Attraktionen sowie Tipps auf den Gebieten Gastronomie und Einzelhandel. Dabei gehe es um kuratierte und aktuelle Informationen, wie sie Nutzer nicht unbedingt bekämen, wenn sie sich etwa per Google-Suche oder Tripadvisor orientieren würden. Die Inhalte des neuen Angebots würden „von Menschen eingespielt und nicht von Algorithmen“.

Bis zum Herbst solle die „Visit Kassel“-App nun getestet und optimiert werden, sagte Projektleiterin Pfaar. In dieser Pilotphase würden kontinuierlich neue Inhalte integriert und die Bedienbarkeit weiter verbessert.

Auch interessant

Kommentare