Auch Naumburgs Wasser wieder sauber

Verunreinigtes Wasser: Abkochgebot für Kassel wieder aufgehoben

Kassel. Bis Montag galt das Abkochgebot, doch mittags gab es für Kassel und Naumburg Entwarnung. Es kommt laut Behörden kein verunreinigtes Wasser mehr aus der Leitung. 

Aktualisiert Montag, 13.30 Uhr. Am Freitag war bei einer Wasserprobe eine Verunreinigung gefunden worden. Alle weiteren in den folgenden drei Tagen genommen Wasserproben waren jedoch ohne Befund. Das Trinkwasser ist seit Montag in ganz Kassel ohne Einschränkungen wieder bedenkenlos genießbar.

Der Erreger Escherichia coli, abgekürzt E.coli, weist darauf hin, dass das Wasser durch Fäkalien verunreinigt war. Woher diese Verunreinigung kam, ist noch nicht klar. Nur ein Testergebnis wies die Erreger auf. Dennoch gab das Gesundheitsamt Region Kassel die Empfehlung, das Trinkwasser aus Sicherheitsgründen abzukochen. 

In Kassel waren die Stadtteile Südstadt, Wehlheiden, Mitte, Nord-Holland, Vorderer Westen, Rothenditmold sowie Ober- und Niederzwehren von den Abkochgebot betroffen. 

Wasser auch in Naumburg war ebenfalls verschmutzt

Auch in Naumburg und in den Stadtteilen Elbenberg und Altendorf musste das Trinkwasser seit Freitag abgekocht werden. Grund war auch dort eine Verunreinigung im Leitungsnetz. Am Montag gab es dann Entwarnung - das Abkochgebot wurde aufgehoben.

Wie die Städtische Werke Netz + Service GmbH am Samstagmittag auf Ihrer Facebook-Seite mitteilte, waren alle Haushalte vom Abkochgebot betroffen, die vom Hochbehälter Kratzenberg versorgt werden. Auf der Internetseite des Unternehmens können Sie überprüfen, von welchem Hochbehälter Ihr Haushalt versorgt wird. Sie geben dort als Gemeinde "Kassel" ein, Ihre Straße und die Hausnummer. Dann zeigt Ihnen das Tool an, von welchem Hochbehälter das Wasser in Ihren Haushalt kommt. 

E.coli-Erreger können Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen auslösen. In schweren Fällen kann dies zu Nierenversagen führen.

Wie muss man das Wasser richtig abkochen?

Das Abkochgebot betraf Trinkwasser, das zum Trinken, Waschen und Zubereiten von Obst und Gemüse, für Getränke oder ungekochte Nahrungsmittel verwendet wird. Das Gleiche galt für Trinkwasser zum Zähneputzen und zur Bereitung von Eiswürfeln.

Das Gesundheitsamt riet, das Wasser einmalig sprudelnd aufzukochen und langsam über mindestens zehn Minuten abzukühlen. Für Körper- und Händehygienepflege sowie Toilettenspülung sei das Wasser ohne Bedenken zu verwenden. Offene Wunden sollten durch wasserundurchlässige Pflaster abgedeckt werden.

Die Städtische Werke Netz + Service GmbH (NSG) betreibt die Trinkwassergewinnung und das Trinkwassernetz im Auftrag von Kassel-Wasser. Laut Werke-Sprecher Pijanka wurden betroffene Netzleitungen gespült und intensiv mittels Proben untersucht. Die Städtischen Werke baten darum, nicht die Wasser-Notfallnummer anzurufen. 

Rubriklistenbild: © Andreas Berger, HNA

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