Debatte über Umgestaltung der Tulpenallee – 50 Parkplätze fallen weg

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Hier soll eine Überführung mit Bedarfsampel entstehen: Die Aufnahme zeigt die Tulpenallee im Bereich des Besucherzentrums an der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 1. Foto: Herzog

Kassel. Die Fußwege entlang der Tulpenallee werden gerade neu gestaltet. Teilweise schneiden sie die Kurven der Straße ab, der Weg zum Schloss wird kürzer.

Ob er auch sicher genug wird, war ein Thema bei der Informationsveranstaltung zum Bergpark im Vhs-Saal. Für den Erhalt der bisherigen Unterführung für Fußgänger macht sich unter anderem die Linke stark. Deren Kritik will die Stadt mit einer Bedarfsampel in Höhe des Besucherzentrums an der Endhaltestelle der Linie 1 begegnen.

Baudezernent Christof Nolda (Grüne) hatte zu dem Treffen mit Vertretern des Ministeriums, der Museumslandschaft, der Stadt und dem Planungsbüro WES und Partner (Hamburg) für die Umgestaltung eingeladen. 60 Besucher, darunter viele aus der Verwaltung und der Kommunalpolitik, waren gekommen.

Die geplante Umgestaltung werde den Zugang zum Bergpark von der Stadt aus ähnlich aufwerten, wie das am Herkules schon gelungen sei, sagte Prof. Bernd Küster, der Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Das dortige Besucherzentrum habe sich zu einer eigenständigen Ausflugsadresse auch außerhalb der Wasserspielsaison entwickelt. Küster machte deutlich, dass das Besucherzentrum in den Wintermonaten geöffnet bleibe. Das war zunächst nicht geplant.

Carl Flore und Marion Fischer-Ebel vom städtischen Planungsamt erläuterten unter anderem die vorgesehene Umgestaltung der Parkplätze. Der vor gut 40 Jahren als Provisorium angelegte Brandt-Stoph-Parkplatz unterhalb des Schlosshotels soll demnach mittelfristig aufgegeben und zu einer Streuobstwiese umgestaltet werden. Vorher wird der große untere Parkplatz an der Ochsenallee so umgebaut, dass dort mehr Autos als bisher stehen können. Heute bieten beide Parkplätze zusammen etwa 550 Stellplätze, nach der Umgestaltung werden es maximal 500 sein. Im Frühjahr 2013 sollen die Arbeiten an der Tulpenallee und am Parkplatz Ochsenallee beginnen. Alle Planungen sind mit den Beratern des Welterbe-Komitees abgestimmt. Das machte Ernst Wegner als Vertreter des Ministeriums für Kunst und Wissenschaft deutlich. Durch das 200-Millionen-Euro-Programm des Landes für die Museen werde der Bergpark erheblich aufgewertet. In diesem Zusammenhang stehe auch der Umbau der Tulpenallee.

Schmalere Parkstraße

Die soll den Charakter einer Parkstraße bekommen, die schmaler als bisher wird und über die Farbe des Belags zum langsameren Fahren animieren soll. Ob das klappt? Dazu gab es auch skeptische Stimmen. Baurat Nolda warb dafür, die Entwicklung Schritt für Schritt voranzubringen. Das gelte auch für den Einsatz von Elektromobilen im Bergpark.

Von Thomas Siemon

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