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Tierfreundlichkeit in Kassel: So schneiden Vermieter im bundesweiten Vergleich ab

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Von: Sebastian Richter

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Umzug mit Hund oder Katze ist meist eine Mammutaufgabe. Vermieter in Kassel sind im bundesweiten Vergleich nicht besonders tierlieb.

Kassel – Wer in den großen Städten Deutschlands eine neue Wohnung sucht, hat es ohnehin nicht leicht. Wer zusätzlich beim Umzug einen Vierbeiner mitnehmen möchte, steht oft vor einem Problem – Vermieter suchen sich lieber Kandidaten ohne Haustiere aus. Nach einer Statistik des Immobilienportals immowelt gibt es große Unterschiede, in welchen Städten Vermieter Haustiere willkommen heißen. Auch Kassel ist in der Aufzählung vertreten.

80 Großstädte hat das Portal untersucht. Als tierfreundlichste Stadt kristallisierte sich Salzgitter heraus – mit deutlichem Abstand. 36 Prozent der Vermieter erlauben hier in ihren Anzeigen auf immowelt ausdrücklich Haustiere. Danach folgen Wolfsburg (18 Prozent), Berlin (17 Prozent) und Magdeburg (14 Prozent). Moers, Leipzig und Chemnitz liegen jeweils bei 12 Prozent.

Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. (Archivfoto)
Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. © imago/blickwinkel

Frankfurt bei der Statistik zur Tierfreundlichkeit von Vermietern im oberen Drittel

Die restlichen Städte bewegen sich zwischen 10 und 3 Prozent. Darunter auch die großen Städte aus Hessen: Die größte Stadt in Nordhessen – Kassel – platziert sich mit 4 Prozent im guten Mittelfeld. Offenbach (8 Prozent), Frankfurt (7 Prozent) und Wiesbaden (5 Prozent) liegen noch im oberen Drittel. Laut Statistik wollen die wenigsten Vermieter in Gütersloh (2 Prozent) und Kiel (1 Prozent) Tiere in der Wohnung: Diese Städte bilden die Schlusslichter der Aufzählung.

Für die Berechnung der Statistik wurden inserierte Wohnung zwischen 40 und 120 Quadratmeter Größe ausgewählt. Nur Wohnungen, die vermehrt nachgefragt wurden, nahm immowelt auf. Tiere gelten in den Wohnungen der Vermieter als willkommen, wenn in den Angeboten das Merkmal „Haustiere erlaubt“ ausgewählt wurde.

Frankfurt: Vermieter fürchten Ärger mit den Nachbarn

Manche Vermieter hätten mit Haustieren ein Problem, da sie Schäden an der Wohnung oder Ärger mit den Nachbarn befürchten, schreibt immowelt. Aber auch wenn bei einer Anzeige nicht explizit Tierhaltung ausgewählt wurde, sollten Wohnungssuchende die Hoffnung nicht aufgeben: Das Mietportal geht von einer hohen Dunkelziffer bei Vermietern aus, die trotzdem Hunde oder Katzen erlauben.

Leichter haben es dagegen Freunde von Kleintieren wie Kaninchen oder Meerschweinchen: Diese Tierarten sind generell erlaubt. Auch die Haltung von Katzen und Hunden darf nicht per Klausel im Mietvertrag verboten werden. Vermieter dürfen in diesen Fällen aber abwägen, ob das Bedürfnis der Mieter nach einem vierbeinigen Mitbewohner über dem Risiko steht, dass sich Nachbarn gestört fühlen. (spr)

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