Evangelische Bank

Kassel: Verzögert Coronavirus Großbauprojekt?

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Eigentlich sollte der Neubau Ende Oktober eingeweiht werden: Die neue Zentrale der Evangelischen Bank an der Fünffensterstraße könnte wegen Corona möglicherweise später fertig werden. Foto: Bastian Ludwig

Die Bauarbeiten an der neuen Zentrale der Evangelischen Bank an der Fünffensterstraße in Kassel waren zuletzt zügig vorangekommen. Doch nun stellt das Coronavirus die geplante Einweihung Ende Oktober infrage.

Die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen, Fenster eingesetzt, der Innenausbau läuft. Wann das 30 Millionen Euro schwere Bauprojekt tatsächlich beendet wird, dazu konnte ein Sprecher gestern nichts sagen. Es gebe wegen Corona aktuell zu viele Ungewissheiten, was die Materialanlieferung und den Einsatz der Baufirmen angehe. „Wir wollen aber zunächst an dem Termin Ende Oktober festhalten.“ Letztlich hänge es von der Dauer der Krise ab. Der Einzug der Mitarbeiter sei bereits für den Spätsommer geplant.

Positive Bilanz für das Jahr 2019

Für 2019 hat die Evangelische Bank unterdessen ihre Bilanz vorgelegt. Mit einem Gewinn von 10,4 Millionen Euro konnte sie ihr Ergebnis des Vorjahres halten. Insgesamt wurden 585 Millionen Euro an neuen Krediten an Kunden vergeben. Trotz Niedrig- und Nullzinspolitik konnte das Kreditvolumen um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 4,6 Milliarden Euro gesteigert werden.

Bankchef Thomas Katzenmayer

„Die Evangelische Bank hat in einem sehr fordernden Marktumfeld erfolgreich Kurs gehalten und solide gewirtschaftet. Unser Neukreditvolumen zeigt unsere starke Positionierung bei unseren Kunden, insbesondere den Institutionen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft“, sagte Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der größten Kirchenbank Deutschlands.

Mit Blick auf die Corona-Krise betonte Katzenmayer die Verbundenheit seines Hauses zu den Kunden aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft: „Unsere wichtigste Zielgruppe kann sich auch in schwierigen Zeiten auf die Unterstützung ihrer Hausbank verlassen.“ Sein Haus sei solide aufgestellt und für die Herausforderungen gewappnet. Von dem stabilen Geschäft sollen auch die Mitglieder der Evangelischen Bank profitieren. Geplant ist eine Dividende von drei Prozent.

Ein großer Mitarbeiterabbau ist bei der Bank im vergangenen Jahr ausgeblieben. Aktuell beschäftigt das Institut 436 Beschäftigte (Vorjahr: 444) an 13 Standorten, davon 380 in Kassel.

Katzenmayer kündigte an, Nachhaltigkeit und Klimaschutz noch stärker zum Bestandteil der Unternehmensphilosophie machen zu wollen. So werde das Geschäftsmodell an den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Developement Goals – SDGs) der Vereinten Nationen (UN) ausgerichtet. Zudem entwickele seine Bank derzeit eine Klimastrategie.

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