Viel Platz und freundliche Kontrolle

Weihnachtsmarkt in Kassel: Erste Eindrücke – Corona-Regeln, Kontrollen und Punsch

Belebt, aber ohne Gedränge: der Weihnachtsmarkt auf dem Königsplatz in Kassel. Wer in den mit Flatterband abgetrennten Bereich will, muss seinen Impfstatus kontrollieren lassen.
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Belebt, aber ohne Gedränge: der Weihnachtsmarkt auf dem Königsplatz in Kassel. Wer in den mit Flatterband abgetrennten Bereich will, muss seinen Impfstatus kontrollieren lassen.

Weihnachtsmarkt in Kassel unter Corona-Bedingungen: Wie ist es eigentlich so zwischen Finnenpunsch, Absperrungen, Kontrollen und vorweihnachtlicher Dekoration?

Kassel - Der erste Eindruck: Es war schon mal voller. Aber wann eigentlich? Ist das wirklich schon zwei Jahre her? Ja, ist es. Auf dem Weg vom Entenanger Richtung Königsplatz in Kassel erst einmal die Maske aufziehen. Machen die anderen auch. Gut so. Es ist mehr Platz zwischen den Ständen auf dem Weihnachtsmarkt in Kassel, aber es sind viele alte Bekannte dabei. Kein Gedränge, alle mit Masken, sehr angenehm.

Weihnachtsmarkt in Kassel: Essen und Trinken unter Corona-Regeln

Die erste Station ist eigentlich immer der Finne. Aber vorher noch eine Bratwurst. Auf dem Weg zum Stand falsch abgebogen. Der freundliche Mensch mit der Protex-Jacke fragt nach dem Bändchen am Arm. Noch nicht vorhanden. Deshalb außen noch einmal um den abgesperrten Bereich gehen. Die gleiche Prozedur dann auf dem Weg zum Finnenstand. Jetzt wird der Corona-Impfnachweis kontrolliert. Es gibt ein leuchtend rosa Bändchen – perfekt ist der Zugang. Die Ordnungspolizei fährt am Rand des Königsplatzes Streife. Auch zu Fuß sind einige Beamte zwischen den Ständen unterwegs.

Dort läuft eine Gruppe von vier Polizisten, in der Nähe sind noch mal zwei. Das gibt ein gutes Gefühl. Ein Bedürftiger am Rand des Königsplatzes freut sich über einige Münzen und einen warmen Kaffee. „Schnell einen Schluck trinken und dann aber die Maske wieder auf,“ sagt er und lugt vorsichtig in Richtung der streng blickenden Ordnungshüter. Erst kürzlich hatte die Stadt Kassel die Corona-Maßnahmen für den Weihnachtsmarkt in Kassel verschärft.

Weihnachtsmarkt unter Corona-Bedingungen: Die Stände in Kassel

Bei der Bestellung (es gibt Finnenpunsch mit Mandeln und Rosinen) fragt die junge Frau hinter dem Tresen, wie man sich so fühle. Ob alles in Ordnung sei trotz der Absperrungen und Kontrollen. Ja, ist es. Auch weil führende Aerosolforscher der Meinung sind, dass es im Freien und mit Abstand so gut wie keine Ansteckungsgefahr gibt. Trotzdem wirken die Menschen auf dem schön dekorierten abgesperrten Gelände alles andere als ausgelassen. Muss sich auch nicht ändern.

Zum Nachtisch gibt es noch einen Reibekuchen mit Apfelmus. Es ist nicht viel los, keine Wartezeit. Sie freue sich trotzdem, dass sie überhaupt öffnen durfte, sagt die Verkäuferin. Schwer zu sagen, ob das noch länger möglich sein wird.

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Weihnachtsmarkt in Kassel: Die Atmosphäre in Zeiten von Corona

Es gebe auch Menschen, die auf die Kontrollen gereizt reagieren, zum Glück aber nur ganz wenige. Das sagt der Mann vom Sicherheitsdienst, der den Impfstatus kontrolliert. Er macht das akribisch, aber mit einem Lächeln. Gut, dass er da ist. Es gibt Menschen auch im eigenen Umfeld, die trotz doppelter Impfung an Corona erkrankt sind.

Trotzdem vermittelt die Kontrolle im Zusammenhang mit der Freiluftsituation ein Stück Sicherheit. Der Weihnachtsmarkt ist zwar belebt, aber längst nicht voll. Das wirkt zumindest an diesem frühen Dienstagabend alles sehr entspannt. Ob das am Wochenende zu vorgerückter Stunde auch so ist? Eigentlich könnte man doch noch einmal auf dem Weihnachtsmarkt vorbeischauen. (Thomas Siemon und Anna Weyh)

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