Ehrenamtliche Tierschützerin

Wildvogel-Hilfe in Kassel: Angela Schulz rettet in Not geratene Tiere vor dem Tod

Noch keine Federn, aber Hunger haben sie dann schon: Die Spatzen, um die sich Angela Schulz kümmert. (Archivfoto)
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Noch keine Federn, aber Hunger haben sie dann schon: Die Spatzen, um die sich Angela Schulz kümmert. (Archivfoto)

Seit neun Jahren rettet Angela Schulz aus Kassel nun Wildvögel. Die Tiere werden so lange aufgepäppelt, bis sie wieder ausgewildert werden können.

Kassel – Ob aus dem Nest gefallen oder verletzt: Angela Schulz aus Kassel* hat ein großes Herz für in Not geratene Wildvögel. „Mit jedem Mauersegler, den ich hier wieder starten lasse, mit jedem Spatzen, den ich hier durch den Garten sausen sehe, weiß ich einfach, ich habe das für den Erhalt der Art getan“, erklärt Schulz.

Allein im vergangenen Jahr 2020 rettete sie rund 400 Vögel. Dazu gehört auch regelmäßiges füttern und pflegen. Die Tiere werden so lange aufgepäppelt, bis sie wieder ausgewildert werden können. Doch der ehrenamtliche Fulltimejob in der Wildvogel-Hilfe bedeutet viel Arbeit. Irgendwann würde die 46-Jährige aus Kassel* ihn auch gerne hauptberuflich ausüben. Auf ihrer Facebook-Seite begleitet Schulz ihren Alltag in der Vogel-Hilfe und zeigt Aufnahmen der Schützlinge.

Wildvogel-Hilfe in Kassel: Angela Schulz rettet Tiere seit neun Jahren

„Mittlerweile gibt es fast keine Vogelart, die nicht schon hier groß geworden ist – nur ganz wenige“, verkündet die Tierschützerin stolz. Spezialisiert hat sie sich mittlerweile auf Kleinvögel und Mauersegler.

Vor etwa neun Jahren hat Schulz mit der Vogel-Rettung begonnen. Da nahm sie ihren ersten Vogel auf. Aber auch größere Tiere sind auf die Hilfe der Retterin angewiesen. Erst im vergangenen Jahr verfing sich ein Schwan in einem Gummiring im Bugasee in Kassel*. Was die Feuerwehr nicht geschafft hatte, war für sie eine Sache von zwei Minuten.

Leben in der Hand: Angela Schulz hält einen Grünfink, den sie aufpäppelt, in der Hand. (Archivfoto)

Vogel-Hilfe in Kassel: Das sollten Sie beachten, wenn Sie ein hilfloses Tier entdecken

Sollten Sie einmal einen hilflos wirkenden Jungvogel entdecken gilt es einiges zu beachten. Die Tiere sollten nicht direkt aufgenommen werden. Häufig trügt der Schein: In den meisten Fällen – gerade in der Brutzeit – handelt es sich um fast flugfähige Jungvögel. Die Jungtiere vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bereits bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. In diesem Fall sollte das Tier vor Ort gelassen werden, heißt es laut nabu-region-kassel.de. Sind die Federn noch von Hülsen umgeben, kann der Jungvogel allerdings noch nicht fliegen. Dann ist das Tier auf Hilfe angewiesen.

Die Brutzeit der meisten Wildvögel in Deutschland findet im Frühjahr (ab März) bis hin zum Sommer statt. In dieser Zeit sollten Sie auch vorsichtig beim Schneiden von Hecken und Sträuchern sowie dem Fällen von Bäumen sein. Hier nisten sich die Tiere häufig ein.

Wer tatsächlich verletzte Vögel und auch andere Wildtiere in der Region Kassel entdeckt, kann sich an verschiedene, meist ehrenamtliche Pflegestellen wenden. (kas) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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