Bad Wilhelmshöhe

Bad Wilhelmshöhe: Hickhack um das Freibadfest

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Freibad Wilhelmshöhe

Kassel. Es ist nicht nur das Wetter, das am Dienstag für dunkle Wolken über dem Schwimmbadfest im Freibad Wilhelmshöhe sorgen könnte:

1100 Bahnen wollen sie schwimmen, eine Luftballonaktion machen, ein Picknick und Livemusik. Was wie eine nette Aktion zum Stadtjubiläum 1100 Jahre Kassel klingt, ist längst ein Politikum:

Hier Fotos, Videos und Hintergrundinfos zu den Kasseler Bädern

Das hängt vordergründig damit zusammen, dass der Förderverein als Veranstalter des Festes mit einem ermäßigten Eintritt geworben hat – zum Ärger von Stadtkämmerer und Bäderdezernent Dr. Jürgen Barthel (SPD). Der sieht sich als Hausherr und hat den Städtischen Werken zunächst einmal Vorgaben gemacht, die die Organisatoren des Freibadfestes auf die Barrikaden getrieben haben.

Einen ermäßigten Eintritt könne es ja geben, den Einnahmeausfall solle dann aber der Förderverein übernehmen. Ihm schwebe eine Summe von 2000 Euro vor, hatte Barthel den Förderverein wissen lassen. Eine Frechheit sei das, kritisiert der Vorsitzende des Fördervereins, Prof. Kuno Hottenrott.

Es geht darum, ob Schüler am Dienstag kostenlos ins Bad dürfen, und Erwachsene bereits ab 15 Uhr einen ermäßigten Eintritt von 1,50 Euro zahlen und nicht erst ab 17 Uhr, wie das sonst üblich ist.

Kämmerer Barthel hatte das zunächst abgelehnt. Die Stadt könne nicht einfach auf Einnahmen verzichten, auch nicht zum Stadtjubiläum.

Dienstagvormittag räumte er zunächst ein, dass die Schüler, die vormittags im Rahmen des Schulsports kostenlos schwimmen könnten, auch nachmittags keinen Eintritt zahlen müssten. Ansonsten seien die Unstimmigkeiten wohl eher durch Differenzen innerhalb des Fördervereins zu erklären.

Die Ärztin Dr. Maja Junge, die die Gespräche zur Vorbereitung des Schwimmbadfestes geführt hat, dementiert das. Dem Förderverein sei es nach wie vor lieber, Geld zum Beispiel für ein Volleyballnetz auf dem Schwimmbadgelände dem Bad zu spenden. Davon abgesehen sorge man mit dem Fest mit einiger Sicherheit für deutlich mehr Besucher als an einem normalen Tag.

Am Nachmittag dann die Entwarnung. Um eine Verunsicherung und Verärgerung der Bürger zu vermeiden, so Barthel, sei er bereit zu akzeptieren, dass die Städtischen Werke bereits ab 15 Uhr einen ermäßigten Tarif von 1,50 Euro nehmen.

Schwimmbadfest am Dienstag, 14. Mai, in Bad Wilhelmshöhe. Das Bad ist ab 7 Uhr geöffnet. Ab 10 Uhr 1100 Bahnen für Schulklassen (auf zwei abgetrennten Bahnen). 15 Uhr Luftballonaktion. 16 Uhr Picknick in Blau. 18.30 Uhr Live-Jazz mit The Greencards. Selbst gemachter Kuchen vom Förderverein. Ab 15 Uhr ermäßigter Eintritt 1,50 Euro.

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