Vorstand: Keine Alternative, um Fahrgastansturm zu bewältigen

KVG will Doppel-Tram auf Linie 1 rollen lassen

Kassel. Mit längeren Straßenbahnen und zusätzlichen Regiotram-Fahrten will die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) den Fahrgast-Ansturm auf der Linie 1 bewältigen. Laut KVG-Vorstand Dr. Thorsten Ebert habe das Nahverkehrsunternehmen keine andere Wahl.

Alle Alternativen seien geprüft worden, würden aber hohe Kosten verursachen oder anderorts neue Probleme im Kasseler Nahverkehrsnetz auslösen.

Bei einer öffentlichen Veranstaltung mit annähernd 200 Zuhörern nannten KVG-Fachleute Details der Planungen und blieben keine Antworten auf Fragen schuldig. Auf der etwa 17 Kilometer langen Linie 1, die zwischen Bergpark Wilhelmshöhe, Innenstadt, Uni-Standort Holländischer Platz und Vellmar fährt, sollen ab Herbst 2013 jeweils zwei zusammengekoppelte Trams rollen; Fachleute nennen das Doppeltraktion.

Zusätzlich sollen die Regiotram-Linien 3 (Hofgeismar) und 4 (Wolfhagen) ab Dezember 2013 über die Holländischen Straße fahren und für weitere Entlastung sorgen.

Bis dahin müssen Haltestellen für die Doppel-Trams verlängert werden. In der Holländischen Straße sind zudem Umbauten für die Regiotram-Züge nötig. Das wird 4,3 Millionen Euro kosten. Die KVG rechnet damit, dass bis zu 85 Prozent davon als Zuschuss vom Land Hessen kommen.

In eine doppelte Tram passen etwa 300 Fahrgäste. Überfüllte Züge und Kunden, die an Haltestellen zurückgelassen werden müssen, wären dann passé, hofft die KVG.

Auf der Holländischen Straße ist der Andrang speziell im Bereich der Universität besonders groß. Täglich fahren 17 200 Menschen zwischen Stern und Holländischem Platz. Jeder siebte KVG-Fahrgast steigt in diesem Abschnitt zu – wenn er nicht an der Station stehen bleibt, weil die Bahn voll ist. Weil die Zahl der Studenten und Mitarbeiter der Uni weiter steigt, will die KVG für eine Lösung sorgen.

Rubriklistenbild: © HNA

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