Kassel: CDU will im OB-Wahlkampf mit Bundesgartenschau punkten

Ernst Wegener.

Der CDU-Oberbürgermeisterkandidat für Kassel, Ernst Wegener, will die Bundesgartenschau 2021 nach Kassel holen und damit im Wahlkampf punkten. „Ich bin überzeugt, dass ich den Wahlkampf auch mit diesem Thema gewinnen kann“, sagte er am Freitag in Kassel.

Die erste Bundesgartenschau im damals noch vom Krieg gezeichneten Kassel war gleichzeitig der Start für die Ausstellungskarriere der documenta, die zweite Gartenschau - damals entstand der Buga-See - ist jetzt auch schon 30 Jahre her. Wenn es nach dem Kandidaten der CDU für die Oberbürgermeisterwahl am 27. März geht, ist Kassel jetzt reif für die dritte Bundesgartenschau. „Das wäre eine wichtige Perspektive für Kassel“, sagte Ernst Wegener bei der Vorstellung der Pläne.

aktualisiert um 19.10 Uhr

Allzu konkret sind die noch nicht. Bislang steht nach Rücksprache mit den Organisatoren der Bundesgartenschau lediglich fest, dass es damit heute und morgen noch nichts wird. Bis zum Jahr 2021 stehen die Kandidaten bereits fest. Angesichts des langen Vorlaufs für ein solches Großereignis sei es trotzdem jetzt an der Zeit, sich mit dem Thema näher zu befassen, sagt Wegener.

Die Planung einer Bundesgartenschau biete für Kassel enorme Chancen, die Weichen für stadtplanerische Innovationen zu stellen. Kassel habe zahlreiche industrielle Brachflächen, die in diese Planung einbezogen werden könnten. Die Stadt könne so ihr Image erheblich verbessern. Für den Zuzug von Menschen, insbesondere von jungen Familien, sei das wichtig, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken.

Auch die wirtschaftliche Entwicklung Kassels könne durch eine Bundesgartenschau angekurbelt werden. Das gelte für regionale Baufirmen und Gartenbauer ebenso wie für das Hotel- und Gaststättengewerbe.

Als Tourismusziel werde Kassel mit seinen herausragenden Sehenswürdigkeiten dadurch noch bekannter. Durch die neu anzulegenden Grünflächen und Parks in der Stadt verbessere sich zudem die Lebensqualität.

Wegener rechnet vor, dass durch eine Bundesgartenschau Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe angeschoben würden. Bei der Bundesgartenschau in Schwerin mit 1,9 Millionen Besuchern (2009) sei unter dem Strich ein Gewinn von drei Millionen Euro herausgekommen. Verbesserungen für die Infrastruktur und die Lebensqualität der Stadt kämen noch hinzu. Diese Chance biete sich auch für Kassel.

Die positiven Effekte der beiden bisherigen Bundesgartenschauen in Kassel seien unbestritten, sagt Wegener. Sein Ziel: „Ich möchte eine lebhafte Diskussion über mögliche Flächen im Stadtgebiet voranbringen."

Der OB-Kandidat findet für diesen Vorstoß Rückendeckung bei der CDU-Fraktion. „Ich halte das für eine super Idee“, sagt der Fraktionsvorsitzende Dr. Norbert Wett. Ebenso wie beim Thema Herkulesbahn unterstütze man Wegener dabei.

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