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Energiegeld für Einwohner in Kassel: Erste Briefe verschickt – Das müssen Sie jetzt wissen

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Von: Andreas Hermann, Sebastian Richter

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Die 75 Euro Einwohner-Energiegeld gibt es nur auf Antrag. Die Stadt Kassel hat die ersten Schreiben an alle Zuschuss-Berechtigten versendet.

Update vom 5. Oktober, 12.22 Uhr: Die ersten Anschreiben für das Energiegeld in Kassel sind inzwischen an die Antragsberechtigten verschickt worden. Jeden Tag versendet das Rathaus 30.000 Info-Schreiben an die über 200.000 Einwohner der Stadt. Bis zum 20. Oktober soll dann jeder einen Brief bekommen haben, über den man die 75 Euro für das Einwohner-Energie-Geld (EEG) beantragen kann. Kosten für die Stadt: 15,4 Millionen Euro, zusätzlich 400.000 Euro Verwaltungsaufwand. Antragsfrist ist der 30. April 2023.

Einwohner-Energie-Geld in Kassel: So erhalten Sie den Energiezuschuss

Erstmeldung vom 20. Juli, 5.06 Uhr: Kassel – Die Auszahlung eines Einwohner-Energie-Gelds (EEG) hat die Stadtverordnetenversammlung Kassel am Montagabend nach hitziger Debatte beschlossen. Der Zuschuss in Höhe von 75 Euro für jeden Bewohner soll die stark gestiegenen Energiekosten im kommenden Winter abmildern helfen. Nachfolgend die wichtigsten Informationen zu den Voraussetzungen, zur Beantragung und zum Erhalt des EEG:

Wer kann das Einwohner-Energie-Geld bekommen?

Alle Bewohner der Stadt sollen ab Herbst den einmaligen Energiezuschuss der Stadt erhalten können, Erwachsene ebenso wie Kinder. Eine vierköpfige Familie etwa kann 300 Euro beantragen. Einzige Voraussetzung ist der Hauptwohnsitz. Nach Angaben der Stadt sind alle Einwohnerinnen und Einwohner antragsberechtigt, die zwischen dem 1. Oktober 2022 und dem 31. März 2023 mit alleiniger Wohnung oder Hauptwohnung in Kassel gemeldet sind.

Drehstromzähler, davor verschiedene Euro-Scheine
Energie wird teurer: Jetzt soll es in Kassel für jeden Einwohner einen einmaligen Zuschuss geben. (Symbolbild) © Weingartner-Foto/Imago Images

Wird der Zuschuss automatisch ausgezahlt?

Nein, den Energiezuschuss wird es nur auf Antrag geben. „Vorbehaltlich der Genehmigung des Nachtragshaushalts durch die Kommunalaufsicht erhalten sukzessive ab Oktober alle antragsberechtigten rund 205 000 Einwohnerinnen und Einwohner ein individualisiertes Anschreiben“, kündigte Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) an. Das Schreiben werde alle notwendigen Informationen zur Beantragung des EEG enthalten.

Was lässt sich die Stadt diese Hilfe kosten?

„Für den Fall, dass alle Kasseler Einwohnerinnen und Einwohner einen Antrag stellen, beträgt der Leistungsaufwand etwa 15,4 Millionen Euro“, berichtete OB Geselle. Die gute wirtschaftliche Situation der Stadt gebe „diese sozialpolitische Maßnahme in der Krisenzeit her“.

Wie kann der Antrag gestellt werden?

Nach Angaben der Stadt werden die Regeln (FAQ) derzeit erstellt beziehungsweise aktualisiert. Bislang war angekündigt worden, dass neben einem digitalen Antrag auch eine Beantragung etwa per Post oder im Servicecenter möglich sein soll.

Wie lange wird man auf die Auszahlung warten?

Alles soll schnell, einfach und ohne Prüfung der Einkommensverhältnisse gehen, ist dazu betont worden. „Das Einwohner-Energie-Geld wird zeitnah nach Antragstellung auf das im Antrag angegebene Konto überwiesen“, kündigte die Stadt an. Wenige Werktage soll es nach einem Onlineantrag dauern, ein postalischer Antrag kann allerdings deutlich länger dauern.

Wie erhalten Kinder und Hilfsbedürftige das Geld?

Für minderjährige Kinder können die Erziehungsberechtigten den Antrag stellen, für hilfsbedürftige Personen deren Betreuerinnen und Betreuer.

Muss das Einwohner-Energie-Geld auf andere Sozialleistungen angerechnet werden?

„Nein“, hieß es auf diese Frage bisher auf kassel.de. Die FAQ werden aktualisiert.

Was passiert, wenn man kein Info-Schreiben erhalten hat?

Die Briefe werden bis zum 20. Oktober verschickt. Wer bis zum 20. Oktober keinen Brief erhalten hat, kann sich auf der Website der Stadt über ein Online-Formular melden.

Kann auf den Zuschuss verzichtet werden?

Ja. Kasseler, denen der Zuschuss zusteht, die ihn aber nicht wollen, können darauf verzichten, in dem sie ihn nicht beantragen.

Kann ich meinen Zuschuss in einen Fonds für Bedürftige spenden?

Nein. Zwar wurde über die Einrichtung eines Notfonds diskutiert, beschlossen wurde er aber nicht. (Andreas Hermann)

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